| Anschlag auf Mitarbeiter der Firma Freeport |
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| Geschrieben von FdN | |
| Donnerstag, 28. Januar 2010 | |
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Die Behauptung der Indonesischen Regierung, der Mord an West Papua
Rebellenführer Kelly Kwalik letzten Monat würde die Sicherheit in der
unruhigen Region Timika erhöhen, wurde am 24. Januar widerlegt, als
neun Menschen, die einem Konvoi der US Minengesellschaft
Freeport-McMoran reisten, in einen Hinterhalt gerieten und verletzt
wurden. Die örtliche Polizei sagt aus, Bewaffnete hätten auf zwei Busse
und vier andere Fahrzeuge geschossen, in denen Angestellte von Freeport
und deren Familienmitglieder auf dem Highway zwischen der Mine und der
Stadt Kuala Kencana unterwegs waren. Unter den Verletzten befinden ein
US-Amerikaner sowie ein Südafrikaner, die beide in der Grasberg Gold-
und Kupfermine arbeiten, sowie die Tochter eines Minenangestellten und
vier Polizisten der Mobilen Brigaden. Der Anschlag folgte der kontroversen Ernennung eines Senioroffiziers der Indonesischen Spezialkräfte Kopassus als Regionaler Oberbefehlshaber in West Papua. Truppen von Kopassus werden seit langem in Verbindung gebracht mit Fällen von Rechtsmissbrauch während ihrer Aktionen gegen die örtliche Bevölkerung, die für Autonomie und Unabhängigkeit kämpft. Die Ernennung von Major Gen. Hotma Marbun zum Militärischen Oberbefehlshaber für die Region Kodam-XVII Cenderawasih fällt in eine Zeit, in der Angehörige der Papua weiter versuchen, in einen Dialog mit der Regierung in Jakarta zu treten und für die Entmilitarisierung ihres Heimatlandes kämpfen, trotz der aktuellen Gewalteskalationen. Ihre Appelle wurden von einem Militär abgelehnt, das die Anführer der Papua Proteste beharrlich als „Separatisten“ bezeichnet. Major Gen. Marbun war 1983 und 1986 an den Vorfällen in dem vom Indonesien besetzten Ost Timor beteiligt, einer besonders blutigen Zeit während der Okkupation. Er war ebenfalls in die Militäroperationen in West Papua in den Jahren 1982 und 1994 involviert. Zu den Aktionen der Task Force Kopassus in West Papua gehörten auch „Säuberungsaktionen“, die angeblich auf die Verfolgung von „Separatisten“ abzielten, deren Opfer aber in Wirklichkeit Dorfbewohner im Papua Hochland waren. Die Ermordung des bekannten politischen West Papua Führers Theys Eluay wird ebenfalls Kopassus zugeschrieben. Das indonesische Rechtssystem versagt systematisch und fortwährend darin, verantwortliche Mitglieder von Kopassus und anderen Indonesischen Einheiten für Kriminalität und Rechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen. Jahrzehntelang unterstützte das US Militär Kopassus u.a. durch Trainings, trotz des weithin bekannten Rechtsmissbrauchs und anderer krimineller Aktivitäten. Die US Regierung unter Obama überlegt Berichten zufolge diese Unterstützung wieder aufzunehmen, die auf Druck des Kongresses vor mehr als zehn Jahren beendet wurde (<http://www.etan.org/news/2010/01hotma.htm>). |
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