| Appell des Traditionellen Papua Rates an die Internationale Gemeinschaft |
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| Geschrieben von FdN | |
| Dienstag, 30. März 2010 | |
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Appell des DAP-Vorsitzenden zur Zukunft West Papuas an die
internationale Gemeinschaft: Der Traditionelle Rat Papuas (Dewan Adat
Papua) hat entschieden, sich von verdeckten und geheimen Aktionen im
Kampf um die Souveränität Papuas zu verabschieden und stattdessen eine
offene Annäherung an die internationale Gemeinschaft als Strategie für
das Jahr 2010 zu suchen. Der Vorsitzende des DAP, Forkorus Yobisembut,
teilte der Presse am Freitag, dem 19. März in Abepura mit, er werde die
Inhalte seiner Rede, die er aus Anlass an die Ermordung von Kelly
Kwalik gehalten hatte, vorantreiben. Einer dieser Punkte war, dass der
indonesischen Regierung vom DAP eine Frist für Ende Februar 2010
gesetzt wurde, um sich zum Kampf des Papua Volkes für ihre politischen
Rechte zu äußern. Dies ist soweit nicht erfolgt, was die Organisation dazu veranlasst, die Angelegenheit weiter zu verfolgen. Bis zuletzt hatte der DAP gehofft, die Regierung würde sich mit dem Streit, in dem es um den politischen Status der Papua geht, um die Ausbeutung ihrer natürlichen Ressourcen sowie um soziale und wirtschaftliche Probleme, denen sie sich gegenüberstehen, auseinandersetzen und etwas unternehmen. Jetzt, wo die Frist vom Februar verstrichen ist und es seitdem keine Anzeichen positiver Art gegeben hat, hat sich der DAP dazu entschlossen, die Sache weiter zu verfolgen und jeden Versuch seitens der Regierung, ihre Beweggründe in Frage zu stellen, zurück zu weisen. Für den DAP ist es höchste Zeit für ein klares Vorgehen im Kampf um den politischen Status von West Papua, der am 1. Mai 1961 rechtlich festgesetzt wurde. Forkorus sagte, der an die internationale Gemeinschaft gerichtete öffentliche Appell beziehe sich vor allem auf die humanitären wie auch auf die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme. Die laute Stimme des Papua Volkes gab den Auslöser zur Entscheidung des DAP, sicher zu stellen dass diese Stimme Gehör findet. Der DAP hat den Appell No 005/Ketum-DAP/III/2010 zur Lösung des Streits zwischen dem Papua Volk und der indonesischen Regierung ausgerufen, ein Appell, der sich an die regionale und internationale Gemeinschaft richtet sowie an alle, die sich um die Interessen des Heimatlandes der Papua sorgen. Dabei geht es um ihre natürlichen Ressourcen und um die Rechte des indigenen Volkes der Papua, die einen friedlichen Kampf immer unter Wahrung der demokratischen Prinzipien und der Menschenrechte führen. Der Appell wird an alle Menschen in der Welt gesendet werden, mit der Aussage, dass es sich bei dem seit 1963 bestehenden Papua Problem nicht um eine interne oder inländische Angelegenheit, die die indonesische Regierung zu lösen hat, handele, sondern um einen Streit zwischen zwei Staaten, zwischen dem Volk von West Papua und dem Staat Indonesien, in dem es um den politischen Status des Papua Volkes und der Beschlagnahmung ihrer natürlichen Ressourcen geht. Der Streit führt dazu, dass die alltäglichen Lebensbedingungen dem Papua Volk kein ruhiges und gesundes Leben gewähren, mit dem Ergebnis, dass die indigene Bevölkerung nicht bedeutend gewachsen ist, weder in Hinblick auf die Lebensqualität noch auf ihre Bevölkerungsgröße. Das belegen folgende Zahlen: Während die indigene Bevölkerung West Papuas von 900.000 im Jahr 1969 auf gegenwärtig nur 1,5 Mio. angewachsen ist, ist die Bevölkerung im östlichen Teil der Insel, in Papua Neuguinea, im gleichen Zeitraum von ebenso ungefähr 900.000 auf 7 Mio. gestiegen. Die Erklärung für das langsame quantitative Wachstum der Indigenen Papuas liegt laut DAP in einem schleichenden Genozid, der sich langsam, aber sicher vollzieht. Weiterhin ist festzuhalten, dass das Gesetz zur Speziellen Autonomie, bekannt als OTSUS, und die verschiedenen seitdem verabschiedeten Vorschriften nicht zur Sicherstellung der grundlegenden Lebensrechte des indigenen Papua Volkes beigetragen und somit versagt haben. Das indigene Volk ist marginalisiert und im Begriff zu einer Minderheit zu werden, was anhand der zu ihrer Auslöschung führenden Bedingungen in den Dörfern in Papua offensichtlich ist. Mit der Ausbeutung ihrer Wälder, die ohne Zustimmung der traditionellen Landeigentümer der einzelnen Stämme beschlossen wurde, verlieren die Papua ihr traditionelles Land, das die wirtschaftliche Grundlage ihres Lebensunterhalts darstellt. Folglich sind auch ihre kulturellen Traditionen vom Aussterben bedroht. Mit Blick auf die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Konflikte, denen sich das Papua Volk ausgesetzt sieht, beabsichtigt der DAP, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft politische Lobbyarbeit durchzuführen. Zugleich sollte die indonesische Regierung davor gewarnt sein, dies als Separatistenkampf anzusehen. Der DAP unterstützt die Anstrengungen von Pater Neles Tebay und der Indonesischen Akademie der Wissenschaften LIPI. Der Dialog sollte die Rechtsprinzipien einhalten und nicht in der Form geführt werden wie beim Zustandekommen des „Act of Free Choice“ 1969, wo das Papua Volk in einer sie betreffenden Angelegenheit nicht mit einbezogen wurde. |
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