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Demo zum blutigen Jahrestag: Abepura am 07.12.2000 Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Am 7. Dezember 2008, dem 8. Jahrestages des blutigen Zwischenfalls in Abepura, versammelten sich viele Menschen zu einer Solidaritätskundgebung für die Opfer der Menschenrechtsverletzungen von damals. Die Kundgebung fand in Abepura statt. Acht Sprecher bekundeten ihr Mitgefühl gegenüber den Opfern und deren Hinterbliebenen. Sie betonten, dass es bis heute keine Gerechtigkeit für die Opfer gegeben habe.

ImagePeneas Lokbere, der Organisator der Veranstaltung, betonte, dass die Richter am Gericht in Makassar im September 2005 mehrere wichtige Beweise, die zu einer Rechtssprechung zugunsten der Opfer geführt hätten, ignoriert worden seien.

Den 7. Dezember 2000 wird Peneas Lokbere wohl nie vergessen. Der Student schlief in seinem Bett in einem Studentenheim in Abepura, als er von Polizisten um 2 Uhr morgens aus dem Schlaf gerissen wurde. Zusammen mit 104 weiteren Papua nahm ihn die indonesische Polizei in dieser Nacht nach Razzien in drei Dörfern und drei Studentenheimen fest. Ohne Erklärung wurden sie auf eine Polizeistation in Jayapura gebracht. Dort wurden sie brutal gefoltert und misshandelt.

Als der Schweizer NZZ-Journalist Oswald Iten, einer der wenigen ortskundigen Berichterstatter, am 1. Dezember 2000 in der Hauptstadt JAYAPURA lediglich das Hissen der separatistischen "Morgenstern-Flagge" fotografieren wollte, wurde er verhaftet und in ein überfülltes, mit Exkrementen verschmutztes Gefängnis geworfen. Bevor ihn die Behörden nach massivem internationalen Druck frei ließen, wurde der um sein Leben bangende Korrespondent Zeuge von Totschlag und schwersten Folterungen an Papuas. Er beobachtete wie Peneas Lokbere und seine Mitstudenten aufs Schwerste misshandelt worden.

Die Veranstaltung in Abepura endete mit einer 4 Punkte Forderung:

1. Das Papuan People's Consultative Council (DPRP) und der Gouverneur sollen regionale Gesetze erlassen, die die Rechte der Opfer von Menschenrechtsverletzungen in West Papua stärken.

2. Es soll ein regionaler Menschenrechtsgerichthof in West Papua geschaffen werden.

3. Die Zentralregierung in Jakarta soll die volle Autorität der Menschenrechtskommission in West Papua übertragen.

4. Das DPRP und das Papuan People's Consultative Council (MRP) sollen eine offizielle Untersuchung zur Sicherheitspolitik in West Papua einleiten um die Präsenz und Rolle vom indonesischen Militär zu untersuchen mit dem Ziel die Truppenstärke zu reduzieren.


 
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