| Demokratie in West Papua hat grausame Gesichter |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Mittwoch, 18. Juli 2007 | |
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Als Kirchenführer In West Papua, die sich für alle Aspekte des Lebens
unseres Volkes interessieren, sind wir äußerst besorgt darüber, dass
die Spezielle Autonomie, die eigentlich Lösungen für die Probleme des
Papua Volkes hätte bringen sollen, tatsächlich gescheitert ist. Wir
sind Zeugen geworden, dass die Regierung Indonesiens das Gesetz über
die Spezielle Autonomie No. 21/2001 weder ernsthaft, vollständig noch
systematisch umgesetzt hat. Wir nehmen an, dass zwei sehr geheime
Dokumente der Indonesischen Regierung die Art und Weise, wie die
Spezielle Autonomie inkonsequent und inkonsistent umgesetzt wurde,
beeinflusst und beeinträchtigt hat.
Erstens, am 9. Juni 2000 stellte der Generaldirektor der National State Integrity (eine Abteilung des Innenministeriums) ein äußerst geheimes Dokument aus. Das Dokument mit der Registriernummer 578/NK/KESBANG/D/IV/VI/2006 wurde ausgestellt nach einer Funkmeldung und einem Fax des amtierenden Gouverneurs der Provinz Irian Jaya (Funkmeldung Nr. 190/1671/SET/ vom 3. Juni 2000, und Fax-Nr. 190/POM/060200/ vom 2. Juni 2000), betreffend die Forderung der einheimischen West Papua nach Selbstbestimmung. Der Hauptpunkt dieses äußerst geheimen Dokuments des Innenministeriums war ein strenges Eingreifen, um das Bestreben West Papuas nach Unabhängigkeit zu beenden. Durch einen Plan einer regionalen Verbesserung der Gemeindevernetzung, sollte die politische Richtung von West Papua (damals bekannt als Irian Jaya) in Richtung Unabhängigkeit und Freiheit von dem Einheitsstaat der Republik Indonesiens vorhersagbarer werden.
Orte der Militäroperationen: alle Regentschaften, Städte und entlegenen Regionen der Provinz Irian Jaya. Zweitens, ein Dokument, ausgestellt von Generalsekretariat des National Defence Board In Jakarta am 27. Mai 2003 und 28. Mai 2003, betreffend "Strategien zur Lösung der Separatismuskonflikte in der Provinz West Papua durch politisches und sicherheitspolitisches Vorgehen" 0. Errungenschaften des Gesetzes zur Speziellen Autonomie No. 21/2001 Maßnahmen der Errungenschaften der Speziellen Autonomie während der 6 Jahre von 2001-2007 sind: Die Ausweitung der Provinz West Irian Jaya, basierend auf dem Präsidentenerlass No. 1 2003. Obwohl alle einheimischen West Papua dieses Dekret abgelehnt haben, wurde es von der Indonesischen Regierung aufgrund von politischen, geheimdienstlichen und wirtschaftlichen Interessen umgesetzt. 0. Die Ausweitung neuer Regentschaften im ganzen Land von West Papua, aufgrund der Interessen von Migranten, und aus wirtschaftlichen, politischen und sicherheitspolitischen Gründen. 0. Die Aufstellung der Papuan People’s Assembly (MRP) erfolgte 6 Monate nach der Anerkennung des Gesetztes zur Speziellen Autonomie Nr. 21/2001 0. Die Errichtung neuer regionaler Militärhauptquartiere und Bataillone in ganz West Papua, und die Aufstockung von moderner Ausrüstung 0. Mehr Militärsoldaten und Gemeindienste in vielen Formen der Tarnung 0. Mehr Einwanderer, fast jede Woche durch Royal Line Passagierschiffe, und jeden Tag per Flugzeug 0. Der Bau von top-exlusiven Gebäuden, 5-Sterne-Hotels, Einkaufzentren, Malls und Supermärkten in ganz West Papua Indonesische Demokratie in West Papua Die Indonesische Regierung behauptet von sich selbst, ein demokratischer Staat zu sein. Dennoch erfahren die einheimischen West Papua eine aufgezwungene Demokratie, eine gewalttätige Demokratie, eine Demokratie des Terrors und der Einschüchterung, und eine Demokratie mit dem Gesicht des Militärs, der Polizei und der Mobilen Brigaden. Ein Beispiel: Am Freitag, den 27. April 2007, demonstrierte vor dem Büro des Gouverneurs von Papua eine Koalition von Gemeindegruppen und Studierenden, die sich mit der Entwicklung von Papua befassen, und die sich selbst als KNPP identifizierten (einem indonesischen Akronym für diese Koalition). Die Demonstration, die von Markus Haluk angeführt wurde, hatte folgende Botschaften und Forderungen:
- Die Spezielle Autonomie hat versagt. Die spezielle Autonomie hat Unheil gebracht Die Indonesische Polizei bewachte das Büro des Gouverneurs und stellte sich den Demonstranten in den Weg. Eine Vielzahl von Geheimdienstagenten, die sich unter die Demonstranten mischten, war anwesend. Die Geheimdienstagenten trugen Waffen und Kameras und verhielten sich wie Journalisten, und fotografierten jeden, der an der Demonstration teilnahm. Seit dem Beginn der Okkupation des Landes West Papua am 1. Mai 1963 hat die Indonesische Regierung den Respekt vor der Sicherheit der Bevölkerung, vor Wahrheit und Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Frieden, Liebe, Demokratie und Gleichheit, den Schutz der Menschenrechte und Menschenwürde der West Papuas in der Einzigartigkeit des nativen West Papua Lebens in eine gewalttätige und quälende „Demokratie“ umgewandelt. Wir als Kirche haben gehofft, dass das Gesetz zur speziellen Autonomie 21/2001 die universellen Rechte wieder beleben, wieder aufbauen und verteidigen würde. Aber die Einsetzung des Gesetztes 21/2001 war noch grausamer und machte die Zukunft der nativen West Papuas noch dunkler. Der „Demokratieprozess“ wurde zu einer ernstzunehmenden Bedrohung. Demokratie hat katastrophale und grausame Gesichter in West Papua. Die West Papua sind nicht frei in Ihren Bewegungen, und sie dürfen nicht offen aktiv sein. Was jetzt in West Papua herrscht ist die Angst, nicht die Freiheit. Jede Aktivität benötigt eine Genehmigung und die Zustimmung der Indonesischen Polizei. Die Freiheit der eingeborenen Menschen in West Papua wurde gefesselt und getötet. Während der Zeit des Gesetzes zur Speziellen Autonomie gibt es keine Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden für die einheimischen West Papua. In der Tat gibt es keine Freiheit für die einheimischen West Papuas während der Zeit des Gesetzes zur Speziellen Autonomie 21/2001. Die West Papua wurden eingeschüchtert und terrorisiert, denn das indonesische Militär unterdrückte das Volk mit Gewalt um es daran zu hindern, offene Demonstrationen in West Papua zu halten. Indonesische Geheimdienstmitarbeiter in vielfältiger Tarnung sind überall in West Papua. Sie verhindern, dass die West Papuas frei handeln können. Um die wirkliche Demokratie zu stoppen oder zu töten, verhaftet die Indonesische Polizei und Geheimdienstmitarbeiter Führer, die das Wachstum der demokratischen Freiheit führen und beschützen. Sie werden verhaftet, vor Gericht gestellt und ins Gefängnis gebracht. Am 29. März 2007 stellte die Indonesische Staatspolizei im Hauptquartier in Jayapura einen Brief aus (den Brief mit der registrierten Polizeinummer B/421/III/2007/Taud), der den West Papuas verbot, offene und friedliche Demonstrationen in Jayapura zu halten. Stigmatisierung und militärische Vorgehensweisen Alte Vorgehensweisen wie z.B. die Stigmatisierung der einheimischen West Papua Bevölkerung dauern fort, sogar in der Zeit des Gesetzes zur speziellen Autonomie. Das schließt die Stigmatisierung jeglicher Kirche in West Papua, die versucht, offen über das Leiden und die Ungerechtigkeit der eingeborenen West Papua Kirchenkongregation zu sprechen, mit dem Label „Separatist mit ein. Einer der hohen Offiziellen der Indonesischen Regierung erzählte der Presse am 6. Februar 2006, dass die Kirchen in West Papua die Unabhängigkeit West Papuas unterstützen. Diese Art von Stigma hat jegliche Beteiligung aller Gesellschaftsschichten bei der Suche nach Lösungen für den Papua Konflikt, um aus West Papua ein Land des Friedens zu machen, zum Schweigen gebracht oder ausgeschlossen; Außerdem hat das Indonesische Militär, ohne jeden überzeugenden Beweis, Goliat Tabuni, einen OPM Führer, angeklagt, an einer gewalttätigen Auseinandersetzung teilgenommen zu haben, die sich am 12. Dezember 2006 in Mulia, Puncak Jaya Regency ereignet hat. Diese falsche Anschuldigung wurde als Vorwand genutzt, zusätzliche Truppen in Mulia zu stationieren. Der Einmarsch dieser weiteren Truppen hat 1000 Zivilisten zur Flucht in den Dschungel getrieben, weitere 5000 Zivilisten sind obdachlos und drohten zu verhungern. Zu Beginn des Jahres 2007 haben alle militärischen Institutionen in West Papua, vom Distrikthauptquartier bis hoch zur regionalen XVII/TRIKORA Kommando aktiv Vorlesungen und Vorträge an Hochschulen gehalten, über National Defence Education. Die Vorlesung hatte zum Ziel, die junge Generation dazu zu bringen, den Einheitsstaat der Republik Indonesien zu lieben und zu verteidigen. Diese Vorgehensweise ist eine Art Indoktrinierung, die die Ideenfreiheit und die Ausdrucksfreiheit der jungen einheimischen West Papuas zerstört. Zudem hat diese Erziehung zur Landesverteidigung das Potential innerhalb der einheimischen West Papua zu polarisieren, was leicht zu horizontalen Konflikten führt. Fortdauernde Militärische Gewalt
West Papua (früher Irian Jaya) wurde zu einem Ort an dem eingeborene
West Papua abgeschlachtet werden, seit die Indonesier am 1. Mai 1963
begannen, das Land West Papua zu okkupieren. Die Kultur der Gewalt in
Form von verfolgen, verhaften, kidnappen, inhaftieren, foltern, und
töten von Papua, die als OPM, Separatisten oder Subversive verdächtigt
sind, hat zu Trauma, Terror und Angst unter den einheimischen West
Papua geführt. Diese Erfahrungen haben bittere Erinnerungen in den
Herzen der West Papua hinterlassen. 0. Abepura case (7. Dezember 2000). Das Polizeihauptquartier im Distrikt Abepura wurde von einer unbekannten Person angegriffen. Der Angriff hatte den Tod eines Polizisten zur Folge, weitere drei Polizisten wurden verletzt. Nach dem Vorfall verfolgte und verhaftete der Leiter des Jayapura Polizeihauptquartiers, AKBP Dr. Daud Sihombing, assistiert von Dr. Johny Wainmal Usman, Kommandeur der Task Force Mobile Brigade des Papua Regionalpolizeihauptquartiers (Brimob) Personen, die angeklagt wurden, den Angriff durchgeführt zu haben. Das Zielgebiet für die Suche waren Studentenwohnheime von einheimischen West Papua wie z.B. Ninmin Studentenwohnheim, Kobakma Studentenwohnheim, die Siedlungen Mamberamo und Wamena, das Yapen Waropen Studentenwohnheim, die Siedlungen der Stämme der Lani, Yali und Anggkruk, und der Verband der Illaga Studentenwohnheime. Das Ergebnis der Übergriffe auf Studentenwohnheime war der Tod von Ory Doronggi und Yonny Karunggu, die von Polizeikräften in Zellen der Jayapura Polizeiwache umgebracht wurden. 0. Im Februar 2001 gründete die Nationale Kommission für Menschenrechte die Abepura Kommission für Menschenrechte, um den Fall zu untersuchen. Der Bericht der Kommission stellte fest, dass bei der Verfolgung und der Verhaftung der Studierenden gemäß dem Gesetz No. 26/2000 Menschenrechtsverletzungen stattgefunden hatten. Die Verbrechen waren: Folter, gemeinschaftlicher Mord, Verfolgung, unrechtmäßige Verhaftung und Haft und unfreiwillige Vertreibung von Personen. 0. Wasion Fall: Fünf Angehörige der mobilen Brigaden (Brimob) und ein Zivilist wurden im Kompaniebasislager CV Vatika Papuana Perkasa (VPP) im Dorf Wondiboy, Distrikt Wasior, am morgen des 13. Juni 2001 getötet. Die Polizei bezichtigte die OPM, die bewaffnete Gruppe zu sein, die angegriffen und den getöteten Polizeioffizieren 6 Pistolen gestohlen zu haben. Nach dem Vorfall erfand die Polizei die Annahme, dass einige Zivilisten schwere Menschenrechtsverletzungen begangen hatten und sich in einigen Dörfern versteckten. Die genannten Dörfer waren: Wondiboi, Yomakan, Wondamawi I und Isei. Die Verfolgung fand unter anderem mithilfe von Angehörigen der Mobilen Brigaden aus Manokwari statt, angeführt von Iptu Widianto, der zu der Zeit AKPB Bamban Budi Santoso, dem Leiter des Manokwari Hauptquartiers, Bericht erstattete. Zudem wurde das Polizeipersonal in jedem einzelnen regionalen Polizeihauptquartier wie z.B. Wasior, Manokwari, Serui und Naribe verdächtigt, als Folge der Jagd schwere Menschenrechtsverletzungen verübt zu haben. . Ein sehr spezieller Fall, den die Regierung von Indonesien abhandelte, war die Erschießung eines Lehrers der PT Freeport International School im August 2002 auf der Meile 62/63 Tembagapura Timika, die den Tod von 3 Zivilisten (2 US Bürger und ein Indonesier) und weitere verletzte Opfer zur Folge hatte. Zwölf Zivilisten wurden als Täter angeklagt und verhaftet. Das FBI, das die 12 Zivilisten verhaftete, betrog diese und versprach ihnen, sie mit in die USA zu nehmen. Dann aber übergab es sie der Indonesischen Riot Police Unit und der Mobilen Brigade von Kuala Kencana. Offensichtlich gab es geheime Absprachen zwischen dem FBI und der Indonesischen Polizei, die zwölf Zivilisten den eigenen Interessen zu opfern. Sieben der Zivilisten, die im Cipinang Gefängnis (Jakarta) inhaftiert waren sind Antonius Wamang (lebenslänglich), Agustinus Anggaibak oder Joni Karamol (8 Jahre), Yulianus Deikme oder Pely Deikme (8 Jahre), Revd. Ishak Onawame (5 Jahre), Esau Onawame (5 Jahre), Yairus Kiwak or Kibak (5 Jahre) and der spätere Hardi Tsugumol (5 Jahre). . Am 15. Dezember 2001 um 10.30 Uhr in Tiom, Jayawiijaya Regentschaft, erschoss ein Angehöriger des Indonesischen Militärs vier Zivilisten mit Namen Babier Wenda (45 Jahre), Tepinus Wandik (29 Jahre), Terianus Tabuni (29 Jahre), und Wekinus Wenda (37 Jahre). Das Motiv hinter der Erschießung war, dass die vier Zivilisten die Morning Star Flagge (der West Papua Unabhängigkeit) in Tiom gehisst hatten. . Der Mord an der Kimaam Schiffscrew mit 15 Toten und andere Vorfälle im Juli 2001 in Kimaam Merauke. . Das Kidnapping und der Mord an Theys Eluay und Aristoteles Masoka, verübt von Indonesischen Special Forces am 10. November 2001. Der Körper von Aristoteles Masoka wurde bis heute nicht gefunden. Überzeugende Beweise für Theys Mord wurden am High Military Court III in Surabaya vorgelegt. . Menschenrechtsverletzungen gegen die Flüchtlinge von Merauke in PNG im Jahr 2002. . Die Erschießung von Elsye Bonai, der Ehefrau von Johanes Bonai, einem Papua Menschenrechtsaktivisten, in Wutung Jayapura am 28. Dezember 2002. . Der Wamena Fall begann mit der Zerstörung eines Waffenladens im Wamena Militärdistrikthauptquartier am 4. April 2003. Dem Vorfall folgten schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten mehrerer Dörfer, die beschuldigt wurden, den Militärwaffenladen zerstört zu haben. Die Dörfer sind Wamena Town, Sinakma, Bilume, Asologaima, Woma, Honai lama, Napua, Wlaik, Moragame-Piramyd, Ibele, Ilekma, Kwiyage-Tiom, Hilume, Okilik, Kikume, bei Kwiyage liegen Luarum, Wupaga, Negeyagin, Negeya, Mume und Timine. Die Militäroperationen nach der Zerstörung des Waffenladen, die weitere 3 Monate nach April 2003 andauerte, wurde angeordnet von Marumsyah, dem lokalen Kommandeur des Militärdistrikthauptquartiers, von Ontang Roma P., Kommandeur des regionalen Militärhauptqurtiers und Nurdin Zainal, Oberbefehlshaber der Trikora Military IVII Region. . Nach dem Wamena Case wurden mindestens 7 Zivilisten als Kriminelle beschuldigt und zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. Sechs von Ihnen sind im Makassar Gefängnis, einer im Wamena Gefängnis. Zurzeit verschlechtert sich der Zustand von drei Gefangenen (krank). Die drei Gefangenen sind Kanius Murib (Wamena), Numbungga Telenggeng (Makassar) and Linus Heluka (Makassar). Die anderen vier Gefangenen in Makassar sind Enos Lokobal, Yaprai Murib, Mikael Heselo and Kimanus Wenda. . Militäroperation in Kuyuwagi am 19. April 2003, wobei 10 Zivilisten getötet wurden und weitere 61 in ihrem Versteck im Dschungel verhungerten. Zudem zerstörte und verbrannte das Indonesische Militär Krankenhäuser, die Kirche und Schulgebäude, und Gartenzäune. . In dieser Operation verbrannte das Indonesische Militär 23 Kirchen, wovon 11 der Fellowship of West Papuan Baptist Churches gehörten, 9 der West Papuan Tabernacle Kirche, und die anderen 6 der Indonesischen Evangelical Kirche. . Die Ermordung von Yustinus Murip und 10 seiner Kollegen im Dorf Zeleka, Distrikt Kurulu, Jayawijaya Regentschaft, in West Papua. Der Vorfall ereignete sich am 5. November 2003. Yustinus und seine Kollegen wurden beschuldigt, den Waffenladen des Militärs in Wamena am 4. April 2003 zerstört zu haben. . Im Jahr 2004 in Puncak Jaya töteten Special Forces den Reverend Elisa Tabuni, brannten die Häuser und Gärten der Leute nieder und zwangen sie, in den Dschungel zu fliehen. 0. Am 17. Januar 2005 wurde Miron Wenda nahe des Flusses Kimi von einem Soldaten des Bataillons 753 in Nabire gefoltert. 0. Am 20. Januar 2006 erschoss die Indonesische Polizei Moses Douw im Dorf Wagete. 0. Am 16. März 2006 ermordete der Indonesische Geheimdienst Denny Hisage, schlitze seinen Bauch auf und zerrte Magen und Eingeweide heraus. Es gab viele ähnliche Fälle von Menschenrechtsverletzungen, die vom Indonesischen Militär und der Polizei verübt wurden. 0. Der Mulia Puncak Jaya Vorfall am 13. November 2003. Der Vorfall ereignete sich nach der Verteilung des Direct Cash Fund (Öl-Entschädigungs-Fond). Nach Zeugenaussagen ereignete sich der Vorfall, weil es Leute gab, die nicht für den Erhalt des direkten Barfonds registriert waren. Andere Quellen sagen aus, dass lokale Eliten, die in die Auswahl der Kriterien für die regionalen Wahlen in Puncak Jaya für die Wahlperiode 2007-2012 involviert waren, mehrere Jugendliche angestiftet hatten Konflikte zu erzeugen. Der Aufstand verursachte Zerstörung und den großen Verlust von Millionen von Rupiah für den Staat. Die Leute zündeten Regierungsgebäude sowie die offizielle Residenz der Mitglieder des Regionalparlaments an. 0. Am 8. Dezember 2006 wurden zwei Militärangehörige getötet, außerdem Joko Susanto, ein Mitglieder der Special Forces, und Tobias Sirken, ein pensionierte Militäroffizier. Das Indonesische Militär ließ daraufhin Truppen von Helikoptern ab, am 27. und 28. Dezember 2006 in der Stadt Mulia. Am nächsten Tag (29. Dezember) wurden zwei traditionelle herkömmliche Häuser niedergebrannt. Die Häuser, die 3 km von Kota Lama Mulia entfernt lagen, gehörten Dainus Gaime, Vorsitzender der GIDI Kirche, und Laringgen Murib, Mitglied der GIDI Kirche. Um 14.00 Uhr verfolgten und suchten Mitglieder der Mobilen Brigaden nach Leuten, die die Morning Star hissten und töteten Gumi Murib (34 Jahre) in der Nähe der beiden niedergebrannten Häuser. Am 6. und 7. Januar 2007 floh eine große Zahl Flüchtlinge des Lani Stammes aus dem Yamo District in der Region der GIDI Kirche in die Gebiete auf der anderen Seite des Yamo Flusses. Andere flohen zu Fuß nach Kiyage (die Gegend von Kiyage ist 2 Tagesmärsche entfernt, durch dichten und gefährlichen Dschungel). 0. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge beträgt 5137. Die Flüchtlinge mussten Hunger leiden. Einige der Flüchtlinge gingen in die Stadt Mulia und kamen bei ihren Familien und Verwanden unter. Andere blieben in der GIDI Unterkunft in Kota Lama. 0. Vier Flüchtlinge, die im Flüchtlingskamp aufgrund von Krankheit und Hunger starben sind Tano Telenggen (50 Jahre), Laya Morib (30 Jahre), Mitiles Moriob (20 Jahre), and Walin Wonda (41 Jahre). 0. Der Tod von Ardi Sugumol, der am 1. Dezember 2006 im Gefängnis des Hauptquartiers der Indonesischen Polizei starb. Sein Körper ist immer noch im Leichenschauhaus in Jakarta. Ardi Sugumol wurde beschuldigt, an dem Vorfall beteiligt zu sein, der sich an Meile 63 auf dem Gelände der PT Freeport Minen ereignete. 0. Eko Berotabui, Sohn des Konzilvorsitzenden der West Papua Evangelical Christian Church, starb am 2. Februar 2007 im Gefängnis von Abepura. Eko Berotabui wurde beschuldigt, an dem Vorfall am 16. März 2006 in Abepura beteiligt gewesen zu sein. Sein Tod war mysteriös. 0. Erst kürzlich wurde Kostan Yolman, 30 Jahre, in einem entlegenen Dorf in der Regentschaft Merauke erschossen. Die Polizei bestätigte, dass er aufgrund eines Missverständnisses erschossen wurde. Nachdem er erschossen wurde, wurde sein Leichnam zur Polizeiwache gebracht und dort auf den Hof gelegt, bis die Familie kam, den Körper abholte und ihn ins Krankenhaus brachte. Die Familie konnte ihn nicht frei sehen, da die Polizei den Körper bewachte. Fälle wie dieser ereignen sich häufig in West Papua. 0. In einem nicht lange zurückliegenden Fall in Manokwari z.B. schlug und folterte ein Polizeioffizier, der beauftragt war, den regionalen Sekretär der Provinz West Irian Jaye zu bewachen, Mr. Obed Ayok, einen angesehen Gemeindeleiter. Mr. Ayok hatte viele Male um ein Treffen mit dem Regionalsekretär der Provinz gebeten, aber sein Ersuchen wurde kontinuierlich zurückgewiesen. Diese Zurückweisung wurde als Beleidigung empfunden. Sicherheitssituation und Militäroperationen 0. Am 17. April 2007 kaufte das Regionalmilitär XVII/TRIKORA zwei Hektar traditionelles Land von Okto Kwamaljai für 10,000,000 (zehn Millionen Rupiah) im Dorf Kwel, Distrikt Eligobel, nahe zur Grenze zur Merauke Regency. Das Land wird für eine neue Militärbasis verwendet. Entlang der Grenze zwischen Papua Neu Guinea und dem südlichen Teil der Provinz Papua hat das Indonesische Militär Posten, die von Soldaten aus Siliwangi Kala Hitam, West Java, bewacht werden. In jedem Posten gibt es 25 Soldaten. Die Entfernung zwischen dem Militärposten und dem Dorf einheimischer West Papua beträgt 5 km. 0. Während der Einführung des Speziellen Autonomiegesetztes Nr. 21, 2001 in West Papua berichtete die Indonesische Regierung, das Militär und die State Police der Internationalen Gemeinschaft, dass die Sicherheitslage in West Papua sicher, zuträglich und unter Kontrolle sei. Während dieser Zeit ist die Internationale Gemeinschaft mit falschen Informationen und ungerechtfertigten Berichten gefüttert worden. Die Informationen beruhten nicht auf der Realität in West Papua. 0. Die Wahrheit ist, dass während der Einführung des Speziellen Autonomiegesetztes in West Papua die (anscheinend stabile) Sicherheitslage erzwungen war. Sie existierte nicht von sich aus. Das Indonesische Militär, die Polizei und die Gerichte erzeugten die Sicherheitslage durch Gewalt, Repression, Terror und Einschüchterung. Dass heißt, die Sicherheit, die durch das Indonesische Militär, die Indonesische Polizei und Indonesische Gerichte erschaffen wurde, war eine falsche, künstliche Sicherheit. Es war keine natürliche Sicherheitslage und sie kann nur zeitlich begrenzt sein. 0. Die Militäroperationen in West Papua dauern noch an, um der Verteidigung des Einheitsstaates der Republik Indonesiens willen, ohne jegliche Berücksichtigung des Bewusstseins zum Schutz von Menschenrechten, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden. 0. Die Militäroperationen in West Papua während der Ära der Speziellen Autonomie waren die schrecklichsten bis jetzt. Militärgesichter sind überall und in vielen Formen der Tarnung. Es gibt keine Freiheit für einheimische West Papua. Das Militär hat seine Basen entlang der Landgrenzen, der Seegrenzen und auch in den Auswanderungsgebieten aufgebaut. Sie haben auch eine Militärpräsenz ausgebaut, wie zum Beispiel Bataillone in fast allen Gebieten West Papuas. Jeden Tag können wir Militärlaster voller Soldaten sehen. Die Soldaten laufen in den Städten West Papuas herum, und für gewöhnlich stehen sie vor Einkaufszentren. Die einheimischen West Papua werden mit Gesichtern konfrontiert, die vorhaben, sie zu terrorisieren. Offene und versteckte Einschüchterung passiert überall. 0. Agenten des Indonesischen Geheimdienstes in Tarnung sind überall, in fast allen Ecken der Städte in West Papua. Sie kleiden sich und sie verhalten sich wie Motorradfahrer, Shop-Assistenten, Straßenverkäufer, Kartenverkäufer, Hotel- und Restaurant-Kellner, Hotel- und Flughafenfahrer, Fahrer der Öffentlichen Verkehrsmittel, Studenten, Staatsbeamte und Altmetallsammler. Ihre Aufgabe ist es, die Papua zu beobachten, an Orten wie dem Supermarkt oder jeder Straße, die von Einheimischen genutzt wird. 0. Am Sentani Flughafen in Jayapura, in Timika, Biak, Nabire, Serui, Sorong, Merauke, Manokwari, die Kartenverkäufer, die Sicherheitsbeamten, das Flughafenpersonal, Flughafenarbeiter, Flughafen-Taxifahrer und die Leute, die als Motorradfahrer herumlaufen, sind getarnte indonesische Soldaten und Polizisten. 0. Die Agenten des Indonesischen Geheimdienstes überwachen und terrorisieren sogar jeden einheimischen West Papua. Die Zukunft der einheimischen West Papua unter dem Gesetz der speziellen Autonomie ist sogar noch gefährlicher, aufgrund von Terror, Einschüchterung und Gewalt. Dies ist direkt und indirekt zu einer ernsten Bedrohung geworden. 0. Die Ausweitung der Indonesischen Militäreinheiten und ihrer Einrichtungen in verschiedenen Plätzen in West Papua wie z.B. die Bataillone in Wamena, Timika und Merauke im Jahr 2004, und im Jahr 2006 die Errichtung von Navy Hauptquartieren in Sorong und Manokwari, und die Errichtung eines Air Force Hauptquartiers in Biak. Neben dem Air Force Hauptquartier in Biak wurden Militärposten in entlegenen Gegenden von Biak errichtet, wie z.B. auf Mapia Island, Barari Gulf und Korem Beach. Die Indonesische Luftwaffe hat auch mit Russland kooperiert um Biak als Platz für den Test ihrer ballistischen Waffen zu nutzen. Die Errichtung von Militärposten und Hauptquartieren hat nicht nur Angst geschürt unter den West Papua, sondern auch Unrecht verursacht, denn das meiste Land, auf dem Militärposten gebaut wurden, wurde nicht ausreichend bezahlt. Mit anderen Worten, die Leute haben keinen fairen Preis erhalten für das traditionelle Recht auf das Land, das ihnen genommen wurde.
6. Geldmittel der speziellen Autonomie für Militäroperationen Terror und Einschüchterung Am Freitag, den 4. Mai 2007 um 8.00 Uhr vormittags im KUWERA Büro, und am Abend um 20.00 Uhr vor dem Papua Postamt besuchten zwei Indonesische Geheimagenten mit Namen Charles Telabanua und Frans Sembiring zwei Papua, Musa Tipogauw und Napan Yoman. Sie befragten Musa und Napan nach ihrer Beteiligung in einem Kampf zur Verteidigung der traditionellen Rechte des UGIMBA Stammes an Gebieten in Tembagapura, wo PT Freeport Indonesia seine Minenexplorationen vorantreibt. Die Agenten verlangten, die Empfehlungsschreiben der Regierung, von weltlichen und religiösen Leitern zu sehen, die den Kampf des nativen UGIMBA Stammes unterstützten. Sie sagten, die Absicht ihrer Nachfrage wäre, dass sie vorhaben, den Kampf des UGIMBA Stammes zu unterstützen. Eine ihrer Fragen war, ob der Kampf der UGIMBA zur Verteidigung ihrer traditionellen Landrechte, in Beziehung zur West Papua Unabhängigkeit steht. Die beiden West Papua antworteten „Nein“ „Unser Kampf für unserer traditionellen Landrechte steht in keiner Beziehung zur Unabhängigkeit West Papuas“. Am Freitag, dem 11. Mai 2007 um 10.30 vormittags kam ein Mann zu meinem Haus, der sich Brigadegeneral Albert nannte und sich selbst als Koordinator der State Intelligence Agency (BIN) für die Papua Region bezeichnete. Zwei Tage vorher rief er mich an und lud mich ein zu einem Treffen. Ich lehnte die Einladung ab und sagte, ich hätte bereits eine Verabredung. Das Ziel seines Besuchs war, mich einzuladen um Mitte Juni 2007vor dem Strategic Research Board der State Intelligence Agency in Jakarta zu sprechen. Ich fragte nach Alberts vollem Namen und nach einer Visitenkarte, aber er sagte sein Name sei nur Albert und er habe keine Karte. Ich fragte Albert, welche Themen in Jakarta angesprochen werden sollten, und welche Probleme der Papua präsentiert werden sollten. Albert bat mich, Ihm Namen wichtiger Leute in Jakarta zu nennen, die er ebenfalls einladen konnte um vor dem Strategic Research Board zu sprechen. Am gleichen Tag, 11. Mai 2007, kamen zwei Agenten zu Cahaya Papua, einem kleinen Buchladen in Jayapura. Die beiden Agenten fragen den Shop-Assistenten nach vielen Sachen über West Papua und mich selbst. Der Assistent wurde argwöhnisch und sagte, sie sollen keine Fragen über West Papua stellen, aber wenn sie etwas über West Papua und über Mr. Sokratez Sofyan Yoman wissen wollten, könnten sie Bücher über West Papua kaufen. Die beiden Agenten entschuldigten sich und verließen das Geschäft. Am 12. Mai 2007 ließ der Regionalmilitärkommandeur der 172/PWY, Oberst Kav Burhanuddin Siagian, verkünden, dass „Verräter der Nation (...) vernichtet werden“ müssen. Der Oberst sagte „wenn ich irgend ein Individuum treffe, dass die Staatseinrichtungen genutzt hat und die Nation betrügt, ehrlich, werde ich ihn zerstören“. Sein Kommentar wurde in der Cendrawasih Post in Jayapura veröffentlich, als Antwort auf Forderungen von West Papuas für eine Überarbeitung des 1969 Act of Free Choice und die Menschenrechtsverletzungen der letzten 44 Jahre in West Papua sowie für einen nationalen und internationalen Dialog. 8. Besondere Vorschriften für die Verteilung des Speziellen Autonomie Fonds No. 21/2002 sind nicht klar Die Papuan People’s Assembly (MRP) hat eine besondere Verordnung vorgeschlagen für die Verteilung der Gelder aus dem Speziellen Autonomie-Fond. Der Spezielle Autonomie-Fond wurde von dem Regional House of Parliament freigegeben und dem Gouverneur von Papua übergeben. Dennoch ist die Regelung nicht klar und transparent. Die Besonderen Vorschriften, die die Verteilung der Gelder aus dem Speziellen Autonomie-Fond an Kirchen regeln, die die Mehrheit der Papua vertreten, wie z.B. die Christian Evangelical Church in West Papua, Fellowships of West Papuan Baptist Churches, Indonesian Evangelical Church, Tabernacll Church oder Pentecostal Church, wurden durch den Gouverneur aufgehoben. Der Gouverneur plant, jedem Dorf 100,000,000.00 Rp. (einhundert Milliarden Rupiah) in bar zu geben. Dies ist keine gute und weise Lösung. Es ist weitaus besser, wenn das Geld durch die existierenden kirchlichen Institutionen kanalisiert wird, denn diese haben Organisationsstrukturen und Serviceverwaltungen aufgebaut, und sie haben eng mit den Leuten als Mitglieder ihrer Kirchen gearbeitet. Die Kirchen haben bereits Bildungs-, Gesundheits- und Wirtschaftseinrichtungen. Die kirchlichen Institutionen können durch regelmäßige und verantwortliche Förderung optimal funktionieren. Die Rolle der Regierung ist daher diejenige einer Kontrollinstanz, die regelmäßige Berichte von der Kirche erhalten wird. Wie dem auch sei, die Regierung hat die Kirche ignoriert, die eine wichtige Rolle in den Bereichen Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Stärkung zwischen dem 5. Februar 1855 und 2007 (152 Jahre) gespielt hat, und während der Indonesischen Besatzung West Papuas während der letzten 44 Jahre, von 1963 – 2007. 9. Indonesisches Gesetz und Gerechtigkeit in West Papua Die einheimischen West Papua sind sehr unglücklich im Staat Indonesien. The einheimischen West Papua wurden als “Separatisten” oder “OPM” bezeichnet, und beschuldigt, seit dem New York Agreement vom 15. August 1962 und dem Act of Free Choice von 1969, der die einheimischen West Papua in die Indonesische Besatzung trieb, subversive Aktionen zu unternehmen. Die West Papua der Melanesischen Rasse wurden verfolgt, verhaftet, eingesperrt, gefoltert, entführt und vergewaltigt, und sie wurden vor Gericht gestellt. Die Geschichte beweist, dass einheimische West Papua nie auch nur einen einzigen Fall gewonnen haben, und dass ihnen niemals Gerechtigkeit vor einem Indonesischen Gericht widerfahren ist. Die einheimischen West Papua werden immer beschuldigt, auf der falschen Seite zu stehen, aufgrund ihrer Opposition gegen die offiziell herrschende Regierung. Sie wurden im Gefängnis vergiftet, und einige wurden sogar offen durch Folter getötet. Das Indonesische Gesetzt verteidigt nie die einheimischen West Papua. Die Erwartung der einheimischen West Papua war, dass die Spezielle Autonomie Gerechtigkeit garantieren würde, und dass das Gesetzt sie und ihre Freiheit vor Gericht verteidigen würde. Indes ist es die traurige Wahrheit, dass diese Erwartungen niemals erfüllt wurden. Die einheimischen West Papua erleben nur falsche Erwartungen und Enttäuschungen. Basierend auf dem Gesetzt No. 26/2000 über Menschenrechtsgerichte hat die Nationale Menschenrechtskommission die Ermittlungen in zwei schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen beendet (die Fälle Wamena und Wasior) und einen Bericht beim indonesischen Obersten Gerichtshof eingereicht, mit dem Brief No. 290/TUA/IX/2004 vom 3. September 2004. Dieser Bericht enthielt Details der Verdächtigen und ihre Aussagen. Ohne ersichtlichen Grund hat der Oberste Gerichtshof den Bericht zurück geschickt, mit einem Brief No. R-209/A/F.6/II/2004 vom 30. November 2004. Die Nationale Menschenrechtskommission wiederum schickte den Bericht erneut an den Obersten Gerichtshof, da kein Grund erkennbar war, warum der Bericht in erster Stelle an sie zurückgesandt wurde. Dieser Fall zeigt, dass die Indonesische Regierung nicht ernsthaft vorhat, diejenigen, die sich schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen in West Papua schuldig gemacht haben, vor Gericht zu bringen. Auf der anderen Seite ereignete sich der Wamena Fall nach dem 1. Juli 2002 und fällt so unter die römischen Statuten und soll daher vor einen internationalen Gerichtshof gebracht werden. Im Februar 2003 erklärte der Indonesische Oberste Gerichtshof die beiden Männer AKBP Dr. Daud Sihombing, Ex-Kommandeur des Jayapura Regionalen Polizeihauptquartiers und Johny Wainal Usman, Kommandeur der Papua Regionalen Mobilen Brigadekräfte als Verdächtige im Abepura Fall. Aber der Oberste Gerichtshof klagte nicht die 23 anderen Verdächtigen im Abepura Fall an, die mit in den Fall verwickelt waren, wie von der Abepura Menschenrechtskommission berichtet worden war. Zudem war die Verzögerung, mit der der Oberste Gerichtshof die Verdächtigen angeklagt hatte, eine schwerwiegende Verletzung des Menschenrechts No. 26/2000, Artikel 24, der sagt: „die Anklage soll nicht später als 70 Tage nach Erhalt des Ermittlungsberichts erfolgen“. Der Oberste Gerichtshof hat also die allgemeingültigen Prinzipien der Internationalen Menschenrechtsabkommen von 1966 verletzt, die aussagen, dass Fälle ohne Verzögerung vor Gericht gestellt werden müssen. Nach einem langen Prozess sprach das Indonesische Gericht die beiden Verdächtigen von jeglichem Verbrechen gegen die Menschenrechte frei. Die Gerichtsentscheidung zeigt, dass die Regierung von Indonesien nie wirklich vorhatte, die Verdächtigen von ernsthaften Menschenrechtsverletzungen in West Papua vor Gericht zu stellen. 10. Eingeborene West Papuas als politische Gefangene Das Gesetzt der Speziellen Autonomie No. 21/2001 sollte die Grundrechte der eingeborenen West Papua und Demokratie, Freiheit und Frieden schützen. Aber stattdessen wurde die spezielle Autonomie zum Werkzeug für die Unterdrückung der eingeborenen West Papua. Während der Inkraftsetzung der Speziellen Autonomie leben einheimische West Papua immer noch hinter Gittern in Indonesischen Gefängnissen in West Papua, Makassar und auf Java. Die Indonesier wenden denselben kolonialen Ansatz wie die Holländer an, die während der Holländischen Zeiten Indonesische Freiheitskämpfer in das Digul Gefängnis in West Papua geschickt haben.
Und jetzt, seit die Indonesier West Papua okkupiert haben, werden
die Kämpfer der Gerechtigkeit, des Friedens und der Menschenrechte
verhaftet, bestraft und eingesperrt, außerhalb von West Papua, so z.B.
in Makassar und auf Java. 11. Das Indonesische Militär und die Indonesische Polizei Geschäftsinteressen Um die Unversehrtheit des Einheitsstaates der Republik Indonesiens beizubehalten werden einheimische West Papua vom Indonesischen Militär und der Polizei immer verfolgt, verhaftet, gefoltert, vergewaltigt, getötet und erschossen.
Das Indonesische Militär (TNI) ist unmittelbar in verschiedene
Geschäfte involviert. Sie sind involviert in illegalen Holzeinschlag,
illegales Fischen, gaharu Holz (das Wurzelholzgewebe, das
wohlriechendes harziges Material enthält), und sie bringen mit HIV und
Aids infizierte Prostituierte zu den Einheimischen und besonders zu
denjenigen Leuten, die gaharu Holz sammeln. Die Wahrheit über die Beziehungen zwischen dem Ziel, den Einheitsstaat der Republik Indonesien zu verteidigen, und dem Ziel, die wirtschaftlichen Vorteile in West Papua von Militär und Polizei zu verteidigen, wurde aufgedeckt. Die Realität zeigt, dass das Militär und die Polizei aus ihren Verstrickungen in legale und illegale Geschäfte Vorteile ziehen. Zudem wurde ihre Position deutlich gestärkt, da Firmen (Minen- und Holzunternehmen) Militär und Polizei anfordern, um die Ausbeutung und den Diebstahl der natürlichen Ressourcen West Papuas zu sichern, damit alles reibungslos läuft. PT Freeport Indonesia z.B. zahlte $4.7 Millionen US Dollar im Jahr 2001 und $5.6 Millionen US Dollar im Jahr 2002 als “Schutzgebühren” während der Zeit als die Spezielle Autonomie die einheimischen West Papua beschützen sollte. Die spezielle Autonomie hat den einheimischen West Papua keinerlei Vorteile gebracht und hilft ihnen auch nicht, ihre Rechte zu erhalten. Die glücklichsten Menschen, die durch die spezielle Autonomie Vorteile erlangen, sind das Indonesische Militär, die Indonesische Polizei und die Indonesischen Migranten. 12. Chinesische und Japanische Firmen Der Gouverneur von Papua hat keine Meinung geäußert oder eine Tiefenanalyse durchgeführt zu dem Betrieb von ausländischen Firmen wie z.B. Freeport in West Papua. Die Anwesenheit von PT Freeport und BP hat negative Auswirkungen auf das Leben der einheimischen West Papua wie z.B. Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt (z.B. Wälder und Berge), sowie Verschmutzung und Vergiftung von sauberem Wasser. Einheimische West Papua wurden vertrieben, getötet, und sie verloren ihr Land, ihre Berge und ihr sauberes Wasser für immer weil Indonesische und ausländische Firmen alles genommen haben. Aber der Gouverneur hat alle diese Dinge nicht bedacht, sondern suchte sogar noch nach neuen Investoren, um die einheimischen West Papua zu unterdrücken und alle ihre natürlichen Rohstoffe auszubeuten. Jetzt lädt er Chinesische und Japanische Firmen ein nach West Papua zu kommen. Die Kirche stimmt dem nicht zu und unterstützt keine ausländischen Firmen, die nicht die einheimischen West Papua, ihr Land, ihre Wälder und ihre Berge beschützen. Die Spezielle Autonomie hat den einheimischen West Papua nur Nachteile gebracht. 13. Die Provinzen “West Irian Jaya” und “West Papua” Der Name “West Papua” ist der Name, der die Identität und das wahre Selbst derjenigen Papua widerspiegelt, die zwischen Sorong (im Westen) und Merauke (im Osten) leben. Das ist deshalb so, weil das Papua Land von Sorong (West Papua) bis Samarai (PNG) geografisch eine Insel ist (die Insel Neu Guinea), die von den Kolonialmächten in der Mitte mit einer Roten Linie geteilt wurde: Ost Papua (Papua Neu Guinea) und West Papua (früher Irian Jaya genannt). Die Provinz “West Irian Jaya” wurde aus militärischen und Sicherheitsgründen eingerichtet, nicht im Interesse der einheimischen West Papua. Deshalb war es unangebracht und falsch, dieser Provinz den Namen „West Papua“ zu geben um „West Irian Jaya“ zu ersetzen. 14. Umwelt, Investitionen und die Rechte der einheimischen West Papua Das Gesetz der speziellen Autonomie hat es nicht geschafft, die Firmen PT Freeport (USA), BP in Bintuni (GB), Rio Tinto (GB, Australien), die Mr. Wong Gruppe (Malaysia) und andere Firmen mit Holzeinschlaglizenzen unter Druck zu setzen, zu kontrollieren oder zu leiten. Die Anwesenheit dieser multinationalen und nationalen Firmen hat vielmehr negative Auswirkungen anstatt Vorteile für die einheimischen West Papua gebracht. PT Freeport, Rio Tinto, BP, Mr. Wong Group und andere Firmen mit Holzeinschlaglizenz haben schwere Zerstörungen in den Bergen und Wäldern angerichtet, und sie haben das saubere Wasser mit ihren Betriebsabfällen vergiftet. Die einheimischen West Papua, denen das Land gehörte auf dem jetzt die Bergbauunternehmen arbeiten, wurden vertrieben und nicht angemessen berücksichtigt. Viele von ihnen haben gelitten, sie haben ihr Land, ihre Wälder und Berge und ihre Wasser für immer verloren. Minenarbeiter wurden von außerhalb West Papua angeworben, und für den „Schutz“ der Firmen wurde indonesisches Militär und Polizei innerhalb der Firmen platziert. Es wird schwierig sein, die Umweltzerstörung zu entfernen und zu sanieren. Die Mr. Wong Gruppe aus Malaysia hat die natürliche Ressourcen massiv ausgebeutet durch illegalen Holzeinschlag, der die Umwelt zerstört und einheimische Flora und Fauna ausgerottet hat, wie z.B. Sago und dammar Holz, Fische, und andere einzigartige Lebensräume, die die Grundlage des Lebens der einheimischen West Papua sind. Eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen in dieser Gegend hat eine wachsende Ungerechtigkeit erzeugt, die sehr beunruhigend ist. Ein besonderes Problem seit West Papua von der Republik Indonesien okkupiert ist war der Beginn des Kupfer- und Goldabbaus von PT Freeport McMoRan Inc. am 5. April 1967 im Timika, mit Zustimmung der Indonesischen Regierung. Der Goldabbau brachte keinen Fortschritt für das gesamte Volk der Papua. Genau wie andere multinationale Firmen hat die Anwesenheit dieser Firma nicht nur Umweltzerstörung, sondern auch ernsthafte sozioökonomische und soziopolitische Probleme hervorgebracht. Christ Ballard, ein Australische Anthropologe, der früher für PT Freeport Indonesien gearbeitet hat, und Abigail Abrach, eine Menschenrechtsaktivistin aus den USA, haben berechnet, dass etwa 160 Personen in der Zeit von 1975 – 1997 auf dem Gebiet der PT Freeport Indonesien vom Indonesischen Militär getötet wurden (New York Times, Dezember 2005). Die Ablehnung der West Papua gegenüber PT Freeport Indonesien hält seitdem an, weil der Goldabbau keinen nennenswerten Fortschritt für das Volk der Papua bringt. Der Höhepunkt des Protestes gegen FT Freeport war der Vorfall am16. März 2006, bekannt als „B16M“ (das indonesische Akronym für „Bentrokan 16 Maret”/ „Aufstand 16. März”) vor der Cenderawasih Universität. Es ist wahrscheinlich, dass Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Protestierenden durch Amtspersonen verübt wurden, besonders durch die Polizei währen der Verfolgung, Verhaftung und Verurteilung von Demonstranten im Jayapura Gericht. Das Gericht und die Richter, die den Fall begutachteten, leisteten keine faire und transparente Arbeit. 24 Verdächtige wurden zu Haftstrafen zwischen 5-15 Jahren verurteilt. Aber aufgrund der Zeugenaussagen und Beweisen vor Gericht waren dies keine Kriminellen wie vom Ermittler JPU behauptet. Dennoch wurden sie bestraft. An dem Tag, als sie Ihr Urteil erhielten zerstörte die Indonesische Mobilie Brigade und die Polizei das Auto von Reverend Socratez Sofyan Yoman (Präsident der Fellowship of West Papuan Baptist Churches) mit der Behauptung, er habe Demonstrationen unterstützt und finanziert indem er Mineralwasser und explosive Materialen bereit stellte. 15. Rassendiskriminierungen Der Vorfall vom 16. März 2006 lieferte überzeugende Beweise für Rassendiskriminierung. An diesem Tag wurden einheimische West Papua das Ziel der Wut und der Brutalität der Mobilen Brigaden (Brimob) und indonesischer Geheimdienstagenten. Die West Papua wurden geschlagen, gefoltert und es wurde auf sie erschossen. Die Migranten andererseits waren wirklich frei. Diese öffneten ihre Kioske, Läden, Restaurants, and konnten ihrem „business as usual’“ nachgehen, ohne jegliche Angst. Da die Migranten Indonesier sind, erhalten sie Schutz von der Indonesischen Polizei und dem Militär. Reverend Lipiyus Biniluk (Konzilvorsitzender der Indonesian Evangelical Church) sah mehrere mobile Brigaden und Indonesische Geheimdienstagenten, die einheimische West Papua quälten. Er warnte sie und sagte: „Eure Aktionen sind sehr rassistisch und diskriminierend! Tut ihr Euren Staatsdienst oder wollte ihr einheimische West Papua umbringen? Warum lasst ihr sie (die Migranten) frei lachen während ihr gleichzeitig so brutal vorgeht gegen diese einheimische West Papua die ihr foltert? Ihr hört besser auf bevor ich Euch das Genick breche!“ Die Drohung des Referenten half in diesem einen Fall. Aber die Verfolgung, Verhaftung und Folter der einheimischen West Papua dauerte an. Die Tatsache dass Migranten in ganz West Papua Schutz erhalten beweist die Existenz von ernsthafter Rassendiskriminierung. Die Indonesischen Migranten von außerhalb West Papua erhalten die beste Behandlung. Sie besitzen Land, dass den einheimischen West Papua genommen wurden. Ihre Häuser, Religionshäuser, Schulen, qualitativ hochwertige Straßen, Brücken und Elektrizität werden alle vom Staat bereitgestellt. Posten des Indonesischen Militärs und der indonesischen Polizei sind alle paar Kilometer und auch in jeder Migrantensiedlung aufgestellt. Das macht die Migranten sicher, weil sie vom Indonesischen Militär und der Polizei geschützt werden, während die einheimischen West Papua vollständig abgelehnt und sogar getötet werden, indem sie als „OPM (Free Papua Movement) Separatist“ oder „Subversive“ abgestempelt werden. Das Gesetz der speziellen Autonomie No. 21/2001 hat die Situation nicht verbessert. Vielmehr gibt es jetzt mehr Polizei und mehr Migranten, und die einheimischen West Papua werden an den Rand gedrängt. In der Tat war die spezielle Autonomie eine Entscheidung, die die einheimischen West Papua ins Unglück hat stürzen lassen. 16. Natürliche Rohstoffe und die Armut der einheimischen West Papua Das Land West Papua zwischen Sorong und Merauke ist sehr reich an natürlichen Rohstoffen. Die einheimischen West Papua leben auf Land, das sehr viele natürliche Rohstoffe enthält. Es gibt Gold, Silber, gaharu Holz, Bäume, Fische und andere einzigartige Flora und Fauna. Es gibt auch reiches Land, das den einheimischen West Papua gehört, wo Sago und Süßkartoffeln wachsen. Viele dieser natürlichen Rohstoffe können hier nicht erwähnt werden. Aber trotz dieses Reichtums sind die einheimischen West Papua arm; nicht, weil sie wirklich arm sind, sondern weil das von der Indonesischen Regierung geschaffene und angewande System die einheimischen West Papua unterdrückt und zerstört. Das Gesetzt der Speziellen Autonomie 21/2000 garantiert nicht den Schutz des Rechts der Papua auf Überleben und auf ihre natürlichen Rohstoffe. 17. Firmenbetreiber und die Indonesische Regierung Die indonesische Regierung bietet mehr Unterstützung für indonesische und ausländische Geschäftsleute und hilft ihnen, die natürlichen Rohstoffe West Papuas auszubeuten. Einheimische Papua sind nie an den Verträgen und Geschäften beteiligt. Stattdessen werden sie mit Gewalt vertrieben. Die einheimischen West Papua als gesetzmäßige Besitzer des Landes, der Wälder und Berge wurden macht- und heimatlos. Sie haben ihr Recht über ihr traditionelles Land verloren. Die indonesische Regierung benimmt sich, als gehörten das Land und die Wälder West Papuas ihr, und sie teilt die Erlöse zwischen sich selbst und den Betreibern. Unterdessen wurden aus den West Papua simple Betrachter und Zeugen der Verbrechen: des Diebstahls ihres Landes und der Besitzergreifung ihrer Rohstoffe. Die spezielle Autonomie hat ihre Versprechen nicht erfüllt. Sie hat die Rechte der Papua nicht geschützt. 18. Ausweitung der Provinzen und Regentschaften Die Ausweitung der Provinzen und Regentschaften im gesamten Territorium von West Papua war ein Plan des Geheimdienstes, unterstützt vom Militär, um die soziale Einheit und Kultur der einheimischen West Papa zu zerstören (teile und herrsche). Mit anderen Worten, dies ist eine neue Form und Methode von militärischen Operationen. Aber unglücklicherweise hat die Ausweitung der Provinzen und Regentschaften, die dazu gedacht war, die Regierungsleistungen zu beschleunigen und eine Gleichheit der Entwicklung zu garantieren, die einheimischen West Papua an den Rand gedrängt und sie noch ärmer gemacht. Das Ergebnis der Ausweitung der Provinzen und Regentschaften in West Papua hat dazu geführt, dass einheimische West Papua ihr Land verloren haben. Die Regierung behauptet, dass das Land, das den Leuten genommen wurde, dazu verwendet wird, Regierungsgebäude zu bauen, die den Leuten nützen werden. Das ironischste ist, dass die einheimischen West Papua im Gebiet der Regierung, Wirtschaft, Erziehung und Gesundheit nicht konkurrieren können, denn die Ausweitung der Provinzen und Regentschaften wurde durchgeführt ohne das Potential lokaler Arbeitskräfte zu berücksichtigen. Daher wurden die meisten der neuen Jobs an Migranten vergeben. Diejenigen, die wichtige Positionen in West Papua innehaben, sind zu 85% Migranten; die übrigen Prozent werden von einheimischen West Papua besetzt, die meist sehr niedrige Positionen einnehmen wie z.B. Pförtner; sie treffen keine Entscheidungen. Im Gebiet der Wirtschaft werden die einheimischen West Papua an den Rand gedrängt, die Migranten dominieren. Zudem gibt es keine ernsthaften Bemühungen, Bildung und Gesundheit zu verbessern. Um die ausgeweiteten Gebiete zu schützen, wurden das Militär und die Polizei außerordentlich verstärkt. Das zeigt, dass die Ausweitung neuer Provinzen und Regentschaften nur aus Sicherheits-, politischen und wirtschaftlichen Gründen geschah, nicht zum Nutzen der einheimischen West Papua. Das Ziel war, die einheimischen West Papua in jeder Provinz und Regentschaft zu isolieren und einzugrenzen, damit es einfacher wird, die einheimischen West Papua zu zerstören, denn unter der strengen Kontrolle sind sie machtlos. 19. Staatsbeamte und Top Positionen
Die Indonesier (die Migranten) stellen die herrschende Klasse. Sie
haben alle wichtigen Positionen in allen Regentschaften und Gemeinden
in Papua und den Provinzen in West Irian Jaya inne. Die Migranten
besetzen wichtige und strategische Positionen. Das Gesetz zur
speziellen Autonomie No. 21/2001 hat den einheimischen Papua keine
wichtigen und strategischen Jobpositionen garantiert, sondern hat
diesen den indonesischen Migranten gegeben, die sie verwenden um die
einheimischen West Papua zu unterdrücken und an den Rand zu drängen,
denn sie sind Pazifische Melanesier. Einige reale Beispiele
0. Regionalsekretär der Provinz Papua, Drs Tedjo Suprapto, MM
(Javanese/Migrant), der am 20.05.2007 ernannt wurde um Andi Baso
Bassaleng (Makassar/Muslimischer Migrant) zu ersetzen. Die Regierung argumentiert, dass gewisse Positionen ausgebildetes Personal benötigt mit gewissen Graden und Qualifikationen. Die Frage ist, während 44 Jahre Indonesischer Okkupation West Papuas, was haben sie für die einheimischen West Papua getan? Wen haben sie darauf vorbereitet und ausgebildet um diese Jobanforderungen zu erfüllen? Die folgenden sind andere Beispiele von hohen Beamten in der Jayapura Regenschaft:
0. Ir La Achmady,MMT (Migrant), zweiter Vertreter des Regionalsekretariats der Jayapura Regenschaft Dies ist ein Beispiel aus der Jayapura Regentschaft um zu zeigen, dass Migranten (nicht-einheimische West Papua) viele der wichtigen Positionen während der Ära der speziellen Autonomie innehaben. 20. Wirtschaft und Wohlfahrt Das Barometer des wirtschaftlichen Fortschritts und das Wohlstandsniveau der einheimischen West Papua während der Einführung der Speziellen Autonomie muss klar sein. Einige Beweise müssen geliefert werden, um die ökonomischen Verbesserungen der einheimischen West Papua zu zeigen. Sehen wir einheimische West Papua handeln und einkaufen in den großen neuen Shopping Centern und luxuriösen Gebäuden? NEIN, wir sehen einheimische West Papua auf der Straße mit Bananenblättern um die Waren zu bedecken vor dem Hotel Yasmin und dem Gelael Shopping Center in der Mitte der Stadt Jayapura. Wo ist der Beweis für den wirtschaftlichen Fortschritt der einheimischen West Papua während der speziellen Autonomie? Wenn das Bild der Wirtschaft der einheimischen West Papua in den Stadtzentren schon so schreckliche Zustände zeigt wie oben beschrieben, was sollen wir dann erst von der wirtschaftlichen Situation der einheimischen West Papua denken, die in den Bergen leben, in den Tälern, dem Hochland und den Küstenstreifen, die weit weg sind von den Städten? Das Maß des ökonomischen Fortschritts der einheimischen West Papua sollte aus den ländlichen Gegenden kommen, nicht aus den Städten. Aber ironischerweise sind die Zustände in den Städten schlechter als auf dem Land. Die Arbeiter in den Shopping Centern, in Banken, Firmen und Hotels sind zu 99% oder sogar fast 100% von Migranten dominiert. Die einheimischen West Papua werden wirklich unterdrückt, sie leiden, und werden wirtschaftlich an den Rand gedrängt in ihren eigenen Gebieten. Das UN Entwicklungsprojekt (UNDP) erklärt in seinen Millennium Entwicklungszielen in der West Papua Provinz, veröffentlicht im März 2007, dass der Human Development Index der West Papua der niedrigste aller Indonesischen Regionen sei. West Papua war die drittniedrigste von 33 Provinzen in Indonesien. Das beweist alle Annahmen. Diese Zahl zeigt, dass das Armutsniveau in West Papua das höchste in allen Indonesischen Regionen ist. Vielleicht dachte die Indonesische Regierung, dass es wirkliche Entwicklung gäbe, denn sie verknüpfen die Errichtung von großen Gebäuden, luxuriösen Hotels und Einkaufszentren mit wirklicher Entwicklung. In Jayapura können wir Supermärkte und Einkaufszentren entlang der Straße von Sentani nach Jayapura sehen. Es scheint schnelle ökonomische Entwicklung und Fortschritt zu geben. Die Frage ist allerdings, wer profitiert von dieser Entwicklung? Migranten oder einheimische West Papua (ich schlage vor, Sie schauen selbst einmal nach im Gelael Einkaufszentrum von Jayapura und bilden sich Ihre eigene Meinung!). Wollen wir die einheimischen West Papua, die ihre landwirtschaftlichen Produkte entlang der Straße, vor den großen Einkaufszentren und den Hotels wie z.B. dem Hotel Yasmin und dem Einkaufszentrum Gelael in Jayapura verkaufen als wirtschaftlichen Fortschritt unter der Speziellen Autonomie ansehen? Wer sind die Besitzer der Läden, Supermärkte und den größten Einkaufszentren? Wer sind die Angestellten innerhalb der Einkaufszentren? Wo sind die einheimischen West Papua die von ihrem traditionellen Land vertrieben wurden für Supermärkte und Einkaufszentren? Die einheimischen West Papua werden wirklich unterdrückt, sie leiden, und werden wirtschaftlich an den Rand gedrängt in ihren eigenen Gebieten. Das Gesetz der speziellen Autonomie No. 21/2001 hat Unglück über die einheimischen West Papua in ihrem eigenen Land gebracht. Währen der Ära der speziellen Autonomie wurden viele Top-Hotels in West Papua gebaut. Diese luxuriösen Gebäude wurden in sehr kurzer Zeit gebaut, innerhalb von nur 5-9 Monaten. Das wiederholt die Frage, ob die Errichtung dieser Hotels den Fortschritt und die Entwicklung der einheimischen West Papuas aufzeigt.
Wem gehören diese Hotels? Wie viel Geld haben die einheimischen West Papua bekommen als Kompensation für ihr Land das benutzt wurde zur Errichtung für Hotels? Wohin wurden die einheimischen West Papua umgesiedelt um zu überleben? Als ein Ergebnis der o.g. Zustände haben die einheimischen West Papua alles verloren und ihre Zukunft ist dunkel in ihrem eigenen Land. Diejenigen, die die Macht haben über die Wirtschaft in West Papua, sind hauptsächlich Migranten. Sie werden voll geschützt und unterstützt von dem Indonesischen Militär und der Polizei. 21. Bildung Die Bildungssituation während der speziellen Autonomie ist sehr schlecht. Die Zukunft der einheimischen West Papua, die hauptsächlich in den Küstenregionen, im Hochland und in den Tälern leben, ist dunkel, denn sie erhalten keine sorgfältige Bildung. Der UNDP Bericht vom März 2007 zeigt, dass die Qualität der Bildung in diesen Gebieten sehr gering ist, aufgrund fehlender Lehrkräfte, unangemessener Bildungssysteme und unpassendem Lehrmaterial. Dies wird gestützt von der Tatsache, dass es keine ernsthaften Bemühungen gibt, die Bildung zu verbessern. Das schlimmste ist, dass viele der Lehrer angeworben wurden als Distriktleiter und Büroleiter in den neu ausgeweiteten Regentschaften. Es ist schwer, die Zukunft der einheimischen West Papua vorherzusagen. Ein Problem ist, dass immer mehr Lehrer die Schule für bis zu ein Jahr verlassen und niemals schnell zurückkehren um wieder zu lehren. Nachlässigkeit und Ignoranz im Bereich Bildung ist eine Art, die Zukunft der West Papua systematisch zu zerstören. Ironischerweise hat die indonesische Regierung die Stiftungen Christlicher Erziehung, die von den katholischen und protestantischen Kirchen vor der indonesischen Okkupation West Papuas eingeführt wurden, systematisch zerstört. Dies sind einige der Stiftungen Christlicher Erziehung: Catholic Education Foundation, Christian Education Foundation, Evangelical Churches Education and Teaching Foundation, and Adventist Education Foundation. Die indonesische Regierung hat Schulen in West Papua errichtet, die auf dem präsidialen Dekret beruhen. Aber diese Schulen sind nicht geeignet für einheimische West Papua. 22. Gesundheit Die Gesundheitsqualität der West Papua kann gemessen werden an der Gesundheit von Müttern mit Kindern. UNICEF Daten von 2006 zeigen, dass die Sterblichkeitsrate von Müttern bei der Geburt in West Papua die höchste in ganz Indonesien ist. Die Sterblichkeitsrate erreicht hier 1,025 von 100.000, verglichen mit dem indonesischen Durchschnitt der gerade mal 307 von 100.000 beträgt. Die Todesrate ist die höchste in ganz Asien. Der Grund für die hohe Sterblichkeitsrate von gebärenden Müttern ist der geringe Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, schlechte Ernährung und Krankheiten wie z.B. Malaria. Die Kinder- und Säuglingssterberate ist das schlimmste Problem in West Papua, denn es hat Auswirkungen auf das Überleben der einheimischen West Papua in der Zukunft. Die UNICEF berichtet, dass die Kindersterblichkeitsrate 50,5 pro 1000 Geburten beträgt, das ist die höchste in ganz Indonesien. Die durchschnittliche Rate in Indonesien beträgt 43,3 pro 1000 Geburten. Der Grund für die hohe Sterblichkeitsrate ist Mangelernährung. Einige Tatsachen sind aufgetaucht während der Einrichtung des Gesetzes zur Speziellen Autonomie: · Der Gesundheitsdienst hat keinen Schwerpunkt. Regierungsärzte betreiben Apotheken nahe den Krankenhäusern. Die Ärzte geben den meisten Papua Patienten Rezepte mit, aber die Patienen müssen dafür in der Apotheke bezahlen. Die meisten Papua können sich das nicht leisten. Das wirft die Frage auf nach dem Gesundheitsfond der Speziellen Autonomie für Medikamente. Wie wurden diese Gelder ausgegeben und wer hat sie verwendet? Während der Ära der speziellen Autonomie wurden Gesundheitsprobleme zu einer ernsten Bedrohung in West Papua. Entlegene Regionen in West Papua haben einen schlechten Gesundheitsdienst, weil die meisten Gesundheitsarbeiter es vorziehen, in der Stadt zu arbeiten und sich weigern, in entlegene Gegenden zu ziehen. Ironischwerweise hat die Indonesische Regierung systematisch alle Gesundheitsinstitutionen zerstört, die von den Kirchen in West Papua gegründen waren, indem sie erwartete, dass diese ohne Regierungsunterstützung arbeiteten. Sowohl die katholischen als auch die protestantischen Kirchen haben diese Gesundheitsinstitutionen in West Papua gegründet. Einige Beispiele sind das Effata Krankenhaus in Anggruk, das Evangelical Christian Churches Health Service Centre und einige Gesundheitskliniken in ganz Papua; Pick Up Memorial Krankenhaus in Pit River (Pirime); das Gesundheitszentrum der Fellowship of West Papuan Baptist Churches mit 54 Kliniken in allen Baptistenregionen im Hochland von West Papua; das Immanuel Krankenhaus in Mulia; das Indonesische Evangelical Church Health Centre mit Gesundheitszentren in ihren Gemeinden. Alle diese Zentren wurden zerstört durch die Errichtung der Gemeindegesundheitszentren, denen es in der Regel an medizinischem Personal, Ärzten, Krankenschwestern und Arzneimitteln mangelt. 23. Kultur Es gab keine ernsthaften Bemühungen die einheimische West Papua Kultur während der Ära der Speziellen Autonomie zu schützen. Fremde Kulturen wie z.B. die Indonesische sind dominanter als die lokale Kultur. Indonesische Migranten kontrollieren sogar die West Papua Kultur wie z.B. kulturelle Lieder, oder Asmat und Biak Schnitzereien. Die Kultur West Papuas wurde nicht erhalten und geschützt. Einheimische Sprachen sterben aus weil es weder Bemühungen gab, die Sprachen West Papuas zu bewahren, noch sie in der Schule als Unterrichtssprachen zu verwenden. Die Existenz und das Leben der einheimischen West Papua wurde zu wirtschaftlicher Handelsware und wurde massive von den Migranten ausgebeutet. Die Indonesische Regierung hat Arnold Clemens Ap., einen bekannten West Papua Anthropologen und Sänger, durch ihre Special Forces umbringen lassen. Der Mord and diesem Führer war der Beginn der Vernichtung der West Papua Identität und Kultur. 24. Illegaler Holzschlag Illegaler Holzschlag ist ein ernsthaftes Problem in West Papua. Es gibt keinen klaren Schutz für die einheimischen West Papua als rechtmäßige Besitzer der Wälder. Die gewöhnlichen einheimischen West Papua sind machtlos, wenn es darum geht ihre Wälder vor illegalem Holzschlag zu schützen, denn das Indonesische Militär und die Indonesische Polizei sind darin verwickelt. Die Spezielle Autonomie hatte nicht genug Macht die einheimischen West Papua und ihre Rohstoffe zu schützen. 25. Prostitution und HIV / Aids Seit 2001 ist die Prostitution gewachsen, in Form von indonesischen Massagecentern in West Papua. Immer mehr Sexarbeiter wurden von außerhalb nach West Papua transportiert und in die Massagecenter gebracht. Die Preise für den Service reichen von Rp. 700.000 (siebenhunderttausend Rupiah) bis zu Rp. 1.000.000 (einer Million Rupiah) pro Sexarbeiter. Die schlimmste Situation ist, dass diese Prostitutionszentren in gewöhnlichen Wohnsiedlungen angesiedelt sind. Daten aus Jayapura z.B. zeigen mehrere Prostitutionszentren, wie z.B.:
0. Traditionelle Queen Männer und Frauen Massage und Karaoke Center in Waena – Jayapura 26. Alkoholische Getränke Die Verteilung von alkoholischen Getränken an West Papua hat zugenommen während der Zeit der speziellen Autonomie. Gewisse Marken alkoholischer Getränke wurden kontinuierlich an West Papua verteilt. Es gab keine Bemühungen von Seiten der indonesischen Regierung die Verteilung alkoholischer Getränke an West Papua zu stoppen. Die Regierung sagt, dies erhöhe das regionale Einkommen. Die Frage ist aber, was ist wichtiger, das regionale Einkommen oder das Leben der Menschen? Die Wirklichkeit zeigt, dass einheimische West Papua jeden Tag sterben wegen Fahren unter Alkoholeinfluss. Damit wurde die Zahl der Toten unter den einheimischen West Papua erhöht. Die Indonesische Regierung scheint es zu erlauben, dass solch eine Situation passiert, um die einheimischen West Papua langsam zu töten durch gewisse Wege wie z.B. alkoholische Getränke. 27. Die Entvölkerung West Papuas Unkontrollierte Migration nach West Papua oder die kontrollierte wie das Transmigrations Programm hat die Zusammensetzung der Bevölkerung West Papuas radikal geändert. Außerdem zeigen die Berichte von UNICEF und UNDP zeigen, dass die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern immer noch sehr hoch ist, was beweist, dass die Entvölkerung der einheimischen West Papua ein ernsthaftes Problem ist. Dies passiert in allen Teilen West Papuas, besonders in Sorong, Merauke, Timika, Jayapura, Keroom, Nabire, Biak, Manokwari, Serui und Puncak Jaya. Die augenblickliche Zusammensetzung der Bevölkerung West Papuas ist 30% einheimische West Papua und 70% Migranten. Die einheimischen West Papua wurden in allen Lebensbereichen an den Rand gedrängt. Um einheimische West Papua durch integrierte und nachhaltige Programme zu schützen ist es notwendig, eine Bevölkerungszählung durchzuführen um genaue Informationen über die Zahl der einheimischen West Papua und die Migranten Bevölkerung zu erlangen. Währen der Ära der Speziellen Autonomie beträgt die Zahl der Migranten, die über die Royal Line Passagierschiffe nach Papua kommen 5000 Personen jede Woche. Diese Zahl beinhaltet nicht die Anzahl der Migranten die jeden Tag mit dem Flugzeug einreisen. Erst kürzlich hat Dino Kusnadi, ein Sprecher für die Indonesische Botschaft in Australien dem Sender SBS TV erzählt, dass Indonesische Einwohner reisen können wohin sie wollen, auch nach West Papua. Die Frage ist, ob einheimische West Papua auch nach Bali oder Aceh reisen / auswandern können, und ob sie eine regionale ID Card von der Lokalregierung bekommen, weil sie auch Indonesier sind? Warum sind die Selektion und das Genehmigungsverfahren gegenüber Besuchern, die diese Regionen besuchen, so viel strenger und warum ist die Länge des Aufenthalts nur auf einen so kurzen Zeitraum begrenzt? 28. Ethnischer Genozid Wir als Kirchen in West Papua sind in tiefer Sorge über unsere eigenen Beobachtungen und Erfahrungen mit dem Entwicklungsprogramm der indonesischen Regierung. Es sind deren Bestrebungen zu Töten sowie die systematische Zerstörung der einheimischen West Papua seit fast 44 Jahren, vom 01. Mai 1963 bis ins Jahr 2007. Die systematische Zerstörung wurde direkt betrieben, und auch indirekt durch den Prozess des Wegsehens. Daher haben wir in diesem Bericht versucht die wahre Situation in West Papua aufzudecken, die zu einem systematischen ethnischen Genozid der einheimischen West Papua geführt hat. Das Gesetz der speziellen Autonomie No. 21/2002 hat Leid und Unglück über die Zukunft von Gottes einheimischen Kindern in West Papua gebracht. Unsere tiefste Sorge wird unterstützt von Mr. Juan Mendez, ein Sonderberater des UN Generalsekretärs der Kommission zur Verhinderung von Massenvernichtung von Ureinwohnern, der am 26. Januar 2006 das Statement gemacht hat, dass „West Papua (...) eine Region in großer Gefahr (ist), denn ihre Ur-Völker sterben aus aufgrund des Genozids; Indonesien verbietet Experten oder Menschenrechtsbeobachern und Forschern das Beobachten der Menschenrechtssituation, die sehr besorgniserregend ist in West Papua. Es gibt Beweise dafür, dass Menschenrechtsverletzungen in West Papua seit 1963 begangen wurden“. Unsere tiefste Sorge über die Bedrohung Genozid in West Papua wurde aufgenommen in den Forschungsbericht der Yale University, USA, erschienen am 10. Dezember 2003, und in den Forschungsbericht des Centre for Peace and Conflict Studies, Sydney University, Australien, erschienen am 18. August 2005. Beide deuten stark darauf hin, dass ein systematischer ethnischer Genozid an den einheimischen West Papua stattfindet. Alle oben angeführten Beschreibungen geben uns einen Eindruck, dass das Gesetz der speziellen Autonomie No. 21/2001 nur ein Werkzeug war um die Ziele der beiden geheimen Dokumente zu erreichen, die auf der ersten Seite dieses Berichts genannt werden. Die Gelder und die Politik der speziellen Autonomie wurden dazu genutzt, die Ziele dieser beiden Dokumente zu erreichen. Wir als Kirchen in West Papua, als Zeugen und Betroffene des systematischen Mordens der Indonesischen Regierung (seit fast 44 Jahren, seit dem 1. Mai 1963 bis 2007), sagen, dass die Zukunft der einheimischen West Papua zerstört wird. Wir wollen unsere tiefste Besorgnis über die Situation ausdrücken. Als eine Kirche sagen wir ehrlich, dass die Einführung des Gesetzes zur speziellen Autonomie No. 21/2001 nicht ehrlich und konsistent von der Indonesischen Regierung durchgeführt wurde. Aufgrund dieser gefährlichen Erfahrungen möchten die Kirchen von West Papua ihre tiefste Besorgnis ausdrücken und bitten die Internationale Gemeinschaft, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen um die Zukunft von Gottes einheimischen Kindern in West Papua zu schützen und zu retten. Empfehlungen und Lösungskonzepte 1. Ein ehrlicher und friedlicher Dialog, wie im Fall Aceh, mit einer neutralen Dritten Partei zur Mediation, die angefragt und akzeptiert wird von sowohl den einheimischen West Papua als auch von der indonesischen Regierung. 2. Alle Hilfen und Geldmittel aus Geberländern wie z.B. den USA, der Europäischen Union, Australien, Neu Seeland und anderen Ländern für die Einführung der Speziellen Autonomie müssen eingefroren werden bis die indonesische Regierung sich öffnet für einen Dialog mit den einheimischen West Papua. 3. Die Internationale Gemeinschaft muss Druck ausüben auf die indonesische Regierung um Zugang zu erwirken für Menschenrechtbeauftragte der Vereinten Nationen (ein UN Sonderberichtserstatter [über die Morde und Folter]), ausländische Journalisten, Forscher aus dem Ausland, und Menschenrechts- und Friedensorganisationen. Was versuchen die Indonesier in West Papua zu verstecken? Was tun sie den einheimischen West Papua an? 4. Die Regierungen der USA, der Europäischen Union, Australiens und anderer unabhängiger Staaten in der Internationalen Gemeinschaft dürfen den Slogan “unterstützen und erhalten der territorialen Integrität des Einheitsstaates der Republik Indonesien” NICHT mehr verwenden. Solche Aussagen haben die Ungestraftheit der indonesischen Regierung gegenüber den einheimischen West Papua gerechtfertigt und gefördert. 5. Die Kirchen in West Papua fordern von der indonesischen Regierung West Papua als ein LAND DES FRIEDENS anzuerkennen. Diese Anerkennung muss gefolgt werden von realen Aktionen wie z.B. den Rückzug von Militärkräften, den Stopp der Errichtung von militärischen Posten, den Stopp der Aufstockung des Batallionspersonals, den Stopp von Milizentruppen, und den Stopp von Geschäften, die vom Indonesischen Militär (legal und illegal) in West Papua betrieben werden.
“Selig sind die, die Frieden bringen, denn sie werden Kinder Gottes sein” Kirchenführer (die diesen Bericht unterzeichneten):
0. Revd. Andreas Ayomi, Konzilvorsitzender der Pentecostal Church in West Papua; |
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