| Erklärung der Indigenen West Papuas |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Sonntag, 29. Juli 2007 | |
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Die folgende Erklärung wurde auf der zweiten Konferenz des Dewan Adat
Papua (KONFERENSI BESAR MASYARAKAT ADAT PAPUA II), der Organisation der
indigenen Bevölkerung West Papuas, verabschiedet. Die Zweite Konferenz
der indigenen Bevölkerung Papuas fand vom 3.-6. Juli 2007 in Jayapura
statt und hat folgende Erklärungen verabschiedet:
1. Jeder der Anwesenden und der ein Verhältnis zu Gebieten in West Papua hat, muss das Landrecht der indigenen Bevölkerung Papuas würdigen und respektieren, wie es auf der Ersten Konferenz der indigenen Bevölkerung Papuas in Jayapura im Jahre 2003 beschlossen worden ist. 2. Die indonesische und die lokale Regierung müssen gegenüber der indigenen Bevölkerung Papuas und der internationalen Gemeinschaft ehrlich anerkennen, dass der Autonomieprozess fehlgeschlagen ist. Die Ausführung des Autonomie-Gesetzes Nr. 21 aus dem Jahre 2001 zeigt das politische Feilschen der indonesischen Regierung, doch es zeigt nicht die Umsetzung aus politischer Bereitwilligkeit für das Wohlergehen der indigenen Bevölkerung Papuas. 3. Entwicklung und Wohlergehen sind Rechte der indigenen Bevölkerung Papuas, die in demokratischer Weise und als Respekt gegenüber Menschen umgesetzt werden müssen, weshalb die indonesische Regierung für Entwicklungsprozesse und die Ausführung der Autonomie in West Papua verantwortlich ist. Indonesien hat keinen Grund die Selbstbestimmung der Papua auszulassen. Diese Selbstbestimmung gehört zum obligatorischen Respekt gegenüber der indigenen Bevölkerung West Papuas. 4. Gewalttaten und Verletzungen der Menschenrechte finden in West Papua weiterhin statt und zerstören das Leben der indigenen Bevölkerung Papuas. In Bezugnahme auf diese Zweite Konferenz der indigenen Bevölkerung Papuas ersuchen wir die moralisch verantwortlichen Vereinten Nationen um Schutz und Sicherheit unseres Lebens und Schutz vor Völkermord. Entwicklungsprozesse und Wohlergehen sind wertlos, wenn täglich Mitglieder der indigenen Bevölkerung Papuas von Indonesiern getötet werden. 5. Die indigene Bevölkerung Papuas fühlt sich verängstigt und unsicher aufgrund des indonesischen Militärs und des Geheimdienstes. Sie zeigen Macht und lancieren Geheimoperationen in West Papua. Die indigene Bevölkerung Papuas hat den indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) aufgefordert das Militär und den Geheimdienst aus West Papua abzuziehen, weil sich die indigene Bevölkerung Papuas machtlos fühlt um für ihre Landrechte und ihr tägliches Überleben zu kämpfen. 6. Das Land West Papua hat eine gemeinsame Geographie, Politik, Regierung, Wirtschaft, Sozialwesen und Kultur. Aus diesem Grund muss Indonesien die Teilung in neue Provinzen aufgeben, weil die indigene Bevölkerung Papuas nicht ausreicht um die Region in zwei oder drei Provinzen zu teilen bis eine Vereinbarung mit Dewan Adat Papua, Majelis Rakyat Papua (MRP), der Papua Consultative Assembly, Dewan Perwakilan Rakyat Papua (DPRP), dem lokalen Parlament Papuas und dem Gouverneur Papuas getroffen wurde. 7. Die indigene Bevölkerung West Papuas respektiert die Investoren, die in West Papua investieren. Aber vorher müssen diese die Unterstützung, eine Genehmigung und eine Vereinbarung nach den Regeln von der Dewan Adat Papua, einer indigenen Organisation, anerkennen. 8. Die lokale Regierung muss die Regelungen bezüglich der Einwanderung indonesischer Bürger nach West Papua gesetzlich festsetzen, um die indigene Bevölkerung Papuas zu schützen. Außerdem muss das Migrations-Programm beendet werden, was die Immigration nach West Papua ermöglicht und die Politik der indonesischen „Manpower“ ermöglicht. 9. Dewan Adat Papua führt die traditionelle Gerichtsbarkeit in West Papua aus. 10. Die indigene Bevölkerung Papuas ist besorgt gegenüber der gefährlichen Krankheit HIV/Aids, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Prostitution, die in gesamt Papua auftreten. Aus diesem Grund kämpft die indigene Bevölkerung gegen diese Entwicklung. 11. Dewan Adat Papua fordert die lokale Regierung auf, primär die Frauen und Kinder der indigenen Bevölkerung Papuas zu schützen, Armut zu bekämpfen und für gute Bildung und ein funktionierendes Gesundheitssystem zu sorgen. 12. Die indigene Bevölkerung Papuas, denen die Wälder West Papuas gehören, fordert das illegale Abholzen sofort zu beenden. Um die globale Erwärmung und den Klimawandel abzuwenden, präsentiert die indigene Bevölkerung Papuas den Schutz der Wälder gegenüber der internationalen Gemeinschaft als eine weltweite Schutzzone. Die Zweite Konferenz der indigenen Bevölkerung Papuas möchte die internationalen NGOs und jede Nation, die sich um die globale Erwärmung sorgt, unterstützen und mit ihnen zusammenarbeiten. Jayapura July 6, 2007
DEWAN ADAT PAPUA
Forkorus Yaboisebut, Spd. Leonard Imbir PIMPINAN DEWAN ADAT DAERAH SE-TANAH PAPUA
Yan Pieter Yarangga, Lemauk Mabel
MANIFEST: 2. Das Land, das Meer und der Himmel sind nicht von anderen zu kaufen oder an andere zu verkaufen. 3. Die indonesische Regierung, Investoren und NGOs müssen die Rechte der indigenen Bevölkerung Papuas, vor allem die Rechte auf Leben, auf Eigentum und das persönliche Wohlergehen anerkennen, respektieren und garantieren. 4. Alle Entwicklungen in West Papua müssen von Dewan Adat Papua und der indigenen Bevölkerung Papuas bewilligt werden. 5. Alle Stämme West Papuas müssen die Landrechte der anderen indigenen Gruppen und Individuen anerkennen, respektieren und würdigen. 6. Die indigene Bevölkerung Papuas muss die überschüssigen Ressourcen verkaufen und mit dem Kapital die politische Bestrebungen in West Papua unterstützen. 7. Die indigene Bevölkerung Papuas würdigt und kooperiert mit Investoren, die in West Papua in die ökonomische und soziale Entwicklung der indigenen Bevölkerung investieren wollen. 8. Die indigene Bevölkerung Papuas würdigt und kooperiert mit Investoren um ein West Papua zu gestalten, welches frei von Folter, Terror, Nötigung und Gier ist. 9. Die indigene Bevölkerung Papuas würdigt und respektiert alle indigenen Stämme, die nicht Papua sind aber dort leben, ohne Unterschiede in Volkszugehörigkeit und Religion zu machen. Nachricht vom: Jayapura, 6. Juli 2007 |
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