| Flaggenhissung und Verhaftungen in Fakfak |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Montag, 21. Juli 2008 | |
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Am 19.07.2008 um 4:30h morgens haben in Fakfak, West Papua, 35
Mitglieder der lokalen West Papua Gemeinschaft zeremoniell ihre
verbotene „Morning Star“ Flagge, ihr Unabhängigkeitssymbol gehisst.
Berichte von Menschenrechtsquellen vor Ort besagen, dass die
Flaggenhissungszeremonie durch die beiden Ex politischen Gefangenen
Simon Tuturop & Tadeus Weripang geleitet wurde. Von beiden wird
gesagt, sie seien Gefangene von 1982, verhaftet während der Suharto
Diktatur 1 (1). Die Zeremonie wurde vor dem „Act of Free Choice 2 (2)“
Gebäude (Fakfak Archivbüro) gehalten. Lokale Menschenrechtsarbeiter in
Fakfak berichten, dass im ganzen 46 Menschen durch die Indonesische
Polizei verhaftet wurden. Die Polizei hält die Gefangenen seit dem
Morgen fest und es wird von Befragungen gesprochen.
Die Berichte besagen, dass alle männlichen Gefangenen zunächst bis auf ihre Unterwäsche entkleidet und dann in Haft genommen wurden. Die Polizei hat Berichten zufolge zwei Menschen verhaftet, die nicht an dem Protest beteiligt waren. Es wird berichtet, dass die Gefangenen keinen Rechtsbeistand haben und Menschenrechtsarbeiter ihnen bis jetzt noch nicht zur Seite stehen können. Es stehen keine Details über Namen der Verhafteten oder den genauen Hergang zur Verfügung. Die Polizei sucht angeblich überall in Fakfak und es sieht aus als sei dies eine politische Razzia. Für weitere Informationen stehen folgende Kontakte zur Verfügung:
Alo Renwarin, Supervisor Els-ham West Papua
Paula Makabory, Institute for Papuan Advocacy & Human Rights 1(1) Politische Gefangene TAPOL/NAPOL wurden durch Präsident Wahid in den Jahren 2001 und 2002 freigelassen. 2 (2) Der „Act of Free Choice“ war das von den Vereinten Nationen sanktionierte Referendum im Jahr 1969, welches die legale Okkupation von West Papua in das Indonesische Territorium erlaubte. Etwas mehr als 1000 West Papua, die von den Indonesischen Behörden ausgewählt wurden und die Bevölkerung von mehr als 900.000 repräsentieren sollten, stimmten unter striktester militärischer Überwachung für die Okkupation. Das Ereignis, welches einen Volksentscheid der Menschen West Papuas darstellen sollte, wurde derzeit und wird bis heute als fingierte Täuschung kritisiert. Übersetzung aus dem Englischen: Jellan Bohlander |
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