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Genozid durch Demographie Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 6. Januar 2008
Australien (ANS) – Falls der gegenwärtige demographische Trend weiter anhält, wird West Papua (ehemals Irian Jaya) bis 2011 überwiegend indonesisch muslimisch (zumeist javanesisch) sein und die indigenen melanesischen, ehemals vorherrschenden protestantischen Christen werden bis 2030 auf eine 15%ige Minderheit dahinschwinden. Dies wurde kürzlich von dem Politwissenschaftler des West-Papua Projektes, Dr. Jim Elmslie, auf einer Konferenz an der Universität von Sydney vorhergesagt. Dieses Projekt ist eingegliedert an der „University of Sydney“ Zentrum für Friedens- und Konfliktstudien (CPACS).

Dr. Elmslie bemerkt weiterhin, dass diese Vorhersage sich als unangemessen optimistisch erweisen könnte, da sie nicht die eskalierende HIV-AIDS Infektionsrate unter den Papua oder ihre zurückgehende Bevölkerungswachstumsrate berücksichtigt. In anderen Worten, die Vernichtung der Papua könnte noch gewaltiger sein, als die demographischen Trends vorhersagen. (Bemerkung: Das indonesische Militär brachte AIDS unter die Bevölkerung Papuas, indem es Aids infizierte javanesische Prostituierte ins Land brachte und bringt, in Papua-Dörfern ansiedelt und oft auch als Zahlungsmittel benutzt.)

Die Tatsache der zurückgehenden Bevölkerungswachstumsrate der Papua rechtfertigt weitere Untersuchungen und wird möglicherweise Thema bei einem „WEA RLC“ Nachrichten und Analysen-Treffen Anfang 2008 sein. Mehrere Quellen belegen, dass Indonesien ein Familienplanungsprogramm für die Papua betreibt, unterstützt von den UN, die Population zu regulieren. Dieses Programm findet Anwendung besonders in sensiblen Gebieten wie rund um die Freeport Mine und in anderen Regionen, die für Säuberung und Entwicklung stehen.

Nach Dr. Elmslie, werden Hochland Papua, die vermeintlich an Gonorrhöe erkrankt sind, in UN-unterstützten Familienplanungs-Kliniken behandelt, allerdings nicht gegen Gonorrhöe. Ihnen werden stattdessen Langzeit-Empfängnis verhütende Injektionen verabreicht. Wie Dr. Elmslie darstellt, erklärt dies, warum das 1.67 %ige Bevölkerungswachstum der melanesischen Papua in West Papua so viel niedriger ist als das über 2.6 %ige Bevölkerungswachstum der melanesischen Papua auf der anderen Seite der Grenze, in Papua Neu-Guinea (PNG). (Inzwischen beläuft sich das Bevölkerungswachstum der Nicht-Papua in West-Papua auf 10.5%).

Im Hochland Papuas, wo ein Gesundheitsdienst für Mütter und Familien sowie Medikamente praktisch nicht vorhanden sind, ist es tragisch, dass die UN ihre Anstrengungen lieber auf Kontrollieren und Limitieren zielt, als auf den Dienst für und die Wertschätzung von Menschen. Und natürlich ist es nicht schwierig sich vorzustellen, wie solch ein Programm missbraucht werden kann.

Inzwischen muss die Tatsache des Genozids an den ehemals vorherrschenden Christen Papuas Dringlichkeitsthema der Kirchen werden. Die Regierungen der USA, Großbritanniens und Australiens wie auch anderer Nationen und Institutionen, wie die UN, haben geo-politische und wirtschaftliche Interessen, wodurch sie den derzeitigen Zustand vorziehen, ungeachtet der Konsequenzen. Durch ihre Aktionen und Nichtaktionen tragen sie eine Mitschuld. Die Wahrheit und Unmoral rund um den Betrug und Genozid an einem Christenvolk ist eine höchst unbequeme Wahrheit. Die Kirche muss agieren, indem sie West Papua in ihren Gebeten den Vorrang gibt und für die Papua einen solch wichtigen Status ausficht, dass (wie die Südsudanesen und assyrischen Irakis) ihre Angelegenheit zu einem inländischen, politischen Thema wird, das nicht mehr ignoriert werden kann. Indonesien muss Papuas Sonderautonomie-Status respektieren und aggressiver Kolonisation, Militarisierung und Islamisierung ein Ende setzen.

Dr. Elmslie bemerkt in seinem Papier, dass die Genozid-Konvention von 1951 Genozid definiert als „eindeutige Absicht eine nationale, ethnische Rasse oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“ (Artikel II), und diejenigen die daran interessiert sind, die gegenwärtigen Zustände beizubehalten, konzentrieren sich auf das Wort „Absicht“, um zu argumentieren, dass wenn Absicht nicht bewiesen, Genozid nicht angeklagt werden kann. Diese Angelegenheit der Absicht hat jedoch keine Bedeutung für die Realität oder für ein Ergebnis. Wie Dr. Elmslie argumentiert, sollten Wortspielereien darüber, ob Absicht oder nicht besteht, die internationalen Gemeinschaften nicht davon abhalten zu erkennen, dass sich in Papua eine immense Tragödie entfaltet, großer Missbrauch der Menschenrechte stattfindet und die Papua vernichtet werden.

Die gegenwärtig ausschlaggebende Erklärung zum Thema Genozid in West Papua kommt von der „Allard K Lowenstein Intenational Human Rights Clinic Yale Law School“, die 2005 ein Papier veröffentlichte, das sich dem „Indonesischen Menschenrechtsmissbrauch in West-Papua“ widmete, „Anwendung des Genozid-Gesetzes in Bezug auf die Geschichte indonesischer Kontrolle“.

Auszug von Seite 72: „Obwohl nicht behauptet werden kann, dass eine einzelne Tat oder eine Reihe von Taten Genozid an sich ausmachen, und obwohl die geforderte Absicht letztendlich nicht ableitbar ist, wie es im Holocaust oder Ruanda-Genozid der Fall war, bleibt nur wenig Zweifel, dass die indonesische Regierung einem systematischen Tatenmuster folgt, das darin resultiert, einen wesentlichen Teil der Bevölkerung West Papuas nachhaltig zu schädigen – und in der Tat zu zerstören. Dieses unausweichliche Ergebnis war sehr offensichtlich und die Regierung unternahm keine Schritte dem entgegenzuwirken. Gemäß dem gegenwärtigen Verständnis der Genozid-Konvention, seine Interpretation der Jurisprudenz des Adhoc internationalen Kriminaltribunals berücksichtigend, unterstützt dieses Muster von Taten, Nichttaten und Unterlassungen die Schlussfolgerung, dass die indonesische Regierung in der notwendigen Absicht gehandelt und am Volk West Papuas das Verbrechen des Genozid verübt hat.“

Papua: Völkermord durch Demographie

Das West-Papua-Projekt, eingegliedert in die Universität von Sydney (NSW, Australia), Zentrum für Friedens- und Konfliktstudien (CPACS), „versucht den friedvollen Dialog zwischen West Papua und Indonesien voran zu treiben, und sucht Konfliktlösungen als eine lebensfähige Alternative zu dem derzeitig eskalierenden Konflikt.“

Am 9/10 August, organisierte die „Indonesian Solidarity“ in Verbindung mit dem Projekt West-Papua (CPACS) eine Konferenz, mit dem Titel „West Papua 2007: Wege zu Gerechtigkeit und Wohlstand“. Das Papier, das auf dieser Konferenz präsentiert wurde, ist auf der Website des West-Papua-Projektes (link 2) verfügbar unter der Überschrift: „West-Papua-Konferenz“.

All diejenigen, denen die Zukunft der ehemals vorherrschenden protestantischen Christen West Papuas am Herzen liegt, wird dieses Papier höchstwahrscheinlich interessieren.

Das folgende ist ein Auszug aus Dr. Jim Elmslie's Papier, „West-Papua: Genozid, demographische Veränderungen, das Thema „Absicht“ und der Australien-Indonesien Sicherheitsvertrag.“

Auszug: Demographischer Übergang in West Papua

von Dr. Jim Elmslie

In den letzten 43 Jahren gab es in West Papua viel Töten; Menschen sind verschwunden; Landenteignungen und repressive indonesische Regierungspolitik haben die Demographie der Provinz ernsthaft betroffen...

1971 gab es 887,000 „Irian Geborene“ (Papua) Menschen in West Papua und 36.000 „Nicht-Irian-Geborene“ (asiatische Indonesier), mit einer Gesamtbevölkerung von 923.000. Dies bedeutet, dass sogar nach 8 Jahren indonesischer Kontrolle, die Papua 1971 96 % der Bevölkerung ausmachten.

Danach wurde die Unterscheidung zwischen Irian-Geborenen und Nicht-Irian-Geborenen weniger deutlich; Kinder der Nicht-Irian-Geborenen Einwanderer wurden Irian-Geborene. Ich habe die Zahl der Papua Bevölkerung hergeleitet von der Volkszählung 1990 durch unterscheiden der Bevölkerung in diejenige, die Bahasa Indonesisch als Muttersprache sprechen und in diejenige, die sie nicht sprechen. Dies, da die Volkszählung das Herkunftsprofil der Provinz nicht aufzeigt. Auf dieser Basis gab es 1990 1.215.897 Papua und 414.210 Nicht-Papua bei einer Gesamtbevölkerung von 1.630.107. Die Papua machten 74,6% Gesamtbevölkerung aus, die Nicht-Papua 25,4%.

Das Bevölkerungswachstum der Papua von 887.000 auf 1.215.897 in der Zeit von 1971 bis 1990 zeigt eine jährliche Wachstumsrate von 1.67%. In der Vermutung, dass diese Wachstumsrate bis 2005 anhielt, gemäß der jüngsten Zahlen, die vom indonesischen statistischen Amt erlassen wurden, wären die Papua 1.558.795 der Gesamtbevölkerung von 2.646.489 und die Nicht-Papua 1.087.694. Dies bedeutet, dass 2005 die Papua 59% der Bevölkerung ausmachten und die Nicht-Papua 41%.

Diese Analyse zeigt, dass die Papua sich verringert haben im Verhältnis von 96% auf 59%, und die Nicht-Papua anwuchsen von 4% auf 41%. Das zeigt ein Wachstum der Papua von 887.000 auf 1.558.795 in der Zeit von 1971 bis 2005 oder 75,7%. Im Gegensatz dazu sind die Nicht-Papua gewachsen von 36.000 auf 1.087.694, ein Wachstum von 3021% oder mehr als 30-mal mal soviel. Dies spiegelt eine jährliche Wachstumsrate der Nicht-Papua von 10.5% von 1971 bis 2005.

Mit diesen beiden Wachstumsraten der Papua und Nicht-Papua, von 1,67% bzw. 10.5%, können wir ein zukünftiges Bevölkerungswachstum und ungefähre Prozentzahlen der beiden Gruppen vorhersagen. In 2011 bei einer Gesamtbevölkerung von 3.7 Millionen, würden die Papua die kleinere Völkergruppe von 47,5% mit 1.7 Millionen und die Nicht-Papua die Mehrheit mit 1.98 Millionen oder 53,5 % sein. Die Nicht-Papua Mehrheit wird auf 70,8% bis 2020 steigen bei einer Bevölkerung von 6.7 Millionen. 2030 werden die Papua lediglich 15,2 % der Gesamtbevölkerung von 15,6 Millionen ausmachen, während die Nicht-Papua 13,2 Millionen zählen werden oder 84,8 %. Dies könnte eine unangemessen optimistische Vorhersage für die Papua sein, da die gegenwärtige HIV-AIDS Epidemie in dieser Bevölkerungsgruppe fest etabliert ist und Auswirkung haben könnte ähnlich wie in Afrika, indem Anzahl und Wachstumsraten noch mehr dezimiert werden.

Neben der verhältnismäßigen Abnahme der Papua gerechnet in Prozent der Bevölkerung, unterliegen sie auch einer wesentlich niedrigeren Wachstumsrate als die der melanesischen Papua auf der anderen Seite der Grenze in Papua Neu-Guinea. Hier ist die Bevölkerung um 2.6% im Jahr gewachsen, seit der Unabhängigkeit 1975. PNG fungiert fast als eine Kontrollbevölkerung bei der Untersuchung von Wachstumsraten der Papua, da die indigenen Völker beider Seiten sehr eng verwandt sind und bis vor kurzer Zeit in Gemeinschaften siedelten und sich selbst über Jahrtausende selbst erhalten haben. Falls die Papua unter indonesischer Kontrolle sich der gleichen Wachstumsraten erfreut hätten wie diejenigen in Papua Neu-Guinea, 2,6%, dann wäre ihre Bevölkerungszahl bei 2.122.921 oder um 564.125 höher als in 2005. Diese demographische Diskrepanz kann der indonesischen Herrschaft zugeschrieben werden.

Demzufolge, nach einem Bevölkerungsanteil von 96% in 1971, werden die Papua in ein oder zwei Generationen zu einer kleinen Minderheit geschrumpft sein. Dies wird auch für Papua Neu-Guinea große Konsequenzen haben, da das indonesische Militär/Wirtschaftsgruppen sich in diesem Land sogar mehr engagieren, besonders in der Holzindustrie und Einzelgeschäften. Mit der wachsenden Militarisierung West Papuas, besonders in den Grenzgebieten, könnte PNGs eigene Sicherheit bedroht werden.

Dr. Elmslie befürchtet, dass die Situation in West Papua, wo asiatische Muslime das Militär vollkommen dominieren, über Ausbildung und Geschäfte herrschen und wo zwei unterschiedliche Völker immer mehr auf Kollisionskurs sind, in naher Zukunft auf einen „großflächigen, Vorzeige-Genozid zusteuert. Unter 'Absicht'.“

Dies ist seit geraumer Zeit die Angst der Papua und religiöser Unabhängigkeitsbeobachter. Das indonesische Militär (TNI), versucht fortwährend durch barbarische Tötungsdelikte und andere Terrorakte die Papua zu einer Antwort der Rebellion zu provozieren, was dann wiederum dem TNI die Vorlage liefern würde für groß angelegte Massaker im Namen des Schutzes vor separatistischer Bedrohung und im Namen der Verteidigung der indonesischen Sicherheit und Souveränität.

Papua Kirchenführer, die die erste Elite der Führerschaft für die Papua sind, leisten großartige Arbeit die traumatisierten Papua zurückzuhalten, sich für Gewaltlosigkeit einsetzen und auf Hoffnung in Gott zu setzen. Zweifellos werden sie einen Friedenspreis vom Herrn erhalten, wenn sie ihn treffen. In der Zwischenzeit ist das TNI nicht nur damit beschäftigt zu provozieren, sondern auch damit, naive Papua-Patrioten dazu zu benutzen, sie zu bewaffnen und sie zum Töten auszuschicken – wie es im August 2002 beim Freeport Mine Vorfall der Fall war. In solch einem explosiven Umfeld kann „Frieden“ (zu verstehen als das nicht Stattfinden von großflächigem Gemetzel) nicht gewährt sein. Ein ausartender, aber (für einige) sehr willkommener Holocaust ist nur ein Funke entfernt.

Elizabeth Kendal ist die „Principal Researcher“ und schreibt für die „World Evangelica Alliance Religious Liberty Commission (WEA RLC)
http://www.worldevangelicalallicance.com. Dieser Artikel wurde ursprünglich geschrieben für die „World Evangelical Alliance Religious Liberty News & Analysis mailing list“.

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