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Indonesien publiziert den "Act of Free Choice" als Betrug!!! Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 19. Dezember 2008
Unter diesem Link der indonesischen Botschaft in UK (Zugriff 19.12.2008) finden Sie einen Text der folgendes sagt: "Indonesien übernahm die Kontrolle über Papua, einer ehemaligen Holländischen Kolonie in der Westhälfte der Insel Papua Neuguinea, nach einem Referendum an ausgewählten Papuas 1969, das weithin als Betrug angesehen wird."

http://www.indonesianembassy.org.uk/news2008/news_2008_11_29_papua_1.html

Da der Link bzw. die Seite von den indonesischen Behörden bald offline genommen werden könnte haben wir Ihnen zur Sicherung der Fakten hier einen Screenshot der Seite eingefügt:

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Hintergrundinformation: Danach folgte das, was als „The Act of Free (NO) Choice“ in die jüngste Geschichte des Landes einging. Im April 1969 gab das indonesische Innenministerium bekannt, dass nach Absprache mit den Räten die Volksabstimmung nach dem „musjawahrah“ durchgeführt werden sollte, d. h. auf die Art, wie in javanischen Dorfgemeinschaften ein Beschluss gefasst wird: So lange zu verhandeln und zu diskutieren, bis alle einverstanden sind. Auf etwa 800 Einwohner West Papuas kam ein „Vertreter“.
1.025 „Vertreter“ aus Kreisen der politischen (indonesischen) Parteien und ausgewählten Provinzräte bildeten acht Kommissionen. Jede Kommission musste zu einem „einheitlichen“ Beschluss kommen, wenn das Territorium nicht mehr ein Teil Indonesiens bleiben solle. Zur Unterstützung dieses „einheitlichen Beschlusses“ wurden die indonesischen Besatzungstruppen Ende 1968 auf ca. 30.000 Mann verstärkt. Der Bevölkerung wurde gedroht, dass man jegliche „Unregelmäßigkeiten während der freien Wahlen“ nicht dulden werde. Durch diese Vorgehensweise eingeschüchtert, beschlossen die „Volksvertreter“ am 2. 8. 1969 einstimmig die Zugehörigkeit zu Indonesien.
Obwohl der UN-Vertreter Ortiz Sanz schon im August 1969 auf diplomatischem Wege gegen die Art und Weise der „Abstimmung“ protestiert hatte, akzeptierte die UN am 19. 11. 1969 mit Mehrheit das (indonesische) Ergebnis und stimmte der Neukolonisation, also einer erneuten wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Abhängigkeit, diesmal von Indonesien, zu - im Gegensatz zu allen vorher gemachten Versprechungen! Auch die Proteste von 15 afrikanischen Staaten unter der Führung Ghanas fanden in dieser Beziehung wenig Widerhall. Die Ziele der Annektierung definierte Indonesien selbst. Der damals diktatorisch geführte Vielvölkerstaat machte keinen Hehl aus seinen Bestrebungen, ein neu errungenes Gebiet politisch zu unterwerfen und wirtschaftlich auszubeuten. Jegliche Unabhängigkeitsbemühungen von Seiten der Ureinwohner wurden - wie Jahrhunderte vorher in den Kolonien der Europäer - ebenfalls blutig niedergeschlagen. Eine schlüssige Konsequenz für das erneut seiner Eigenständigkeit beraubte Volk in West Papua war die Bildung der Befreiungsorganisation OPM (Organisasi Papua Merdeka - Organisation Freies Papua) bereits im August 1965.


 
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