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Indonesien will West Papua Flüchtlinge von PNG ausfliegen Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 11. Januar 2009
Mehr als 700 West Papua Flüchtlinge, die in Papua Neuguinea (PNG) leben, haben sich entschieden nach Hause in die indonesische Inselhälfte zurück zu kehren. Und das trotz der Befürchtungen um Menschenrechtsverletzungen ihnen gegenüber. Die indonesische Botschaft in Port Moresby will nächsten Monat damit beginnen die Flüchtlinge nach Vanimo in die Sandaun Provinz der Nordostküste Papua Neuguineas zu fliegen, um sie dann mit Fahrzeugen über die Grenze nach Indonesien in ihr ehemaliges Zuhause zu bringen.

Hakim Abdul von der indonesischen Botschaft sagte, dass die freiwillige Rückkehr möglich geworden sei, weil sich die Verhältnisse in West Papua seit 2001 merklich verbessert hätten. „Die indonesische Regierung hat West Papua zu einer speziellen Provinz gemacht und sie besitzt mehr Autonomie als je zuvor. Es ist sehr anders jetzt“, betonte er gegenüber AAP. „The West Papuas, die in PNG leben, haben gemerkt, dass die Konditionen zum Leben dort jetzt besser sind. Es ist eine gute Nachricht, dass sie jetzt nach Hause möchten nachdem sie von Freunden, der Familie und aus dem Internet erfahren haben, wie es ist in West Papua zu leben.“ Die indonesische Regierung ist bereit für die Kosten der Rückführung aufzukommen, sagte er.

ImageAber Felix Meraudje vom Nationalen Kongress West Papuas mit Sitz in Port Moresby sagte, dass dies alles nur eine Propaganda Kampagne ist. „Das ist alles Propaganda, um zu zeigen, wie gut Indonesien ist. Sie versprachen den Flüchtlingen viel und gaben ihnen ein Taschengeld. Die Menschen, die sich entschieden haben zurück zu gehen, sind einfach frustriert, weil sie von den Vereinten Nationen nicht unterstützt werden in ihrem Wunsch aus PNG in ein Drittland ausgesiedelt zu werden. Die Wirklichkeit für die meisten West Papua Flüchtlinge hier ist nicht gut. Viele haben Angst und können sich nicht wie West Papuas verhalten.“



Meraudje sagte weiter, dass die 10.000 bis 20.000 West Papua Flüchtlinge überall in PNG von den Behörden verfolgt werden. Tausende leben in der Nähe der Grenze in den südlichen Regionen Papua Neuguineas, ein anderer Teil lebt und arbeitet in den urbanen Zentren des Landes. Die West Papuas haben ihre Heimat verlassen, weil sie Menschenrechtsverletzungen von Seiten der indonesischen Behörden und den Sicherheitskräften befürchteten. Indonesiens brutales Vorgehen gegen die Bevölkerung, auch wenn diese die verbotene Morgensternfahne hissen und dafür ins Gefängnis müssen, hat ebenso dazu beigetragen der Befreiungsbewegung weiter zu stärken.

 
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