| Menschenrechtsanwalt verhaftet |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Mittwoch, 24. Oktober 2007 | |
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Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation ELS-HAM aus West
Papua, ist der Menschenrechtsanwalt Sabar Iwanggin von Mitgliedern der
Anti Terror Spezial Polizei „Detachment 88“ verhaftet und verhört
worden. „Detachment 88“ hat nach den Bombenanschlägen auf Bali 2002
finanzielle Unterstützung und Training von den Regierungen der USA und
Australien erhalten. Herr Iwanggin wurde Berichten zu Folge nach dem
indonesischen Kriminellen Code für das verschicken von SMS Nachrichten
verhaftet, die den indonesischen Präsidenten beleidigen. Die SMS
Nachricht beinhaltet, dass der Präsident eine Agenda betreibt, die die
Papua ausrotten soll mit vergifteten Essen sowie der Benutzung von
Militärangehörigen als Ärzte, Restaurant Mitarbeiter und Motorradfahrer
um die Papua zu töten.
Es wird weiter berichtet, dass Sabar Iwanggin die belastende Nachricht nur erhalten hat und nicht der Sender ist. Er habe die Nachricht nur an wenige Freunde und Familienmitglieder weiter geleitet. Menschenrechtler in Jayapura berichten, dass diese SMS bereits seit Juli 2007 durch ganz Papua kursiert; Tausende Papua hätten die gleiche SMS erhalten. Ungewöhnlich ist, dass die Polizei in West Papua Herrn Sabar Iwanggin in dieser Woche noch nach Jakarta für weitere Vernehmungen bringen will. Iwanggin arbeitet als freiwilliger Anwalt für die Menschenrechtsorganisation ELS-HAM in West Papua. Es gibt sehr starke Bedenken für Herrn Sabar Iwanggin Sicherheit nach seiner Festnahme und Vernehmung sowie sei die Intention der Polizei völlig unklar. Andere Menschenrechtsanwälte von ELS-HAM in Jayapura versuchen nun die legale Basis der Polizei Aktion gegen Iwanggin anzufechten. Dieser wird seit dem 18.10.2007 von der Polizei festgehalten. Menschenrechtler berichten, dass Mitglieder von „Detachment 88“ vom Hauptquartier in Jakarta nach Jayapura gekommen sind um Iwanggin auf der Strasse zu verhaften. Weiterhin wird berichtet, dass der Fall Iwanggin zeigt, dass die Polizei seine Mobilfunk Nachrichten abgefangen habe. Anlagen zum Überwachen von Mobilfunkgeräten und dem Aufzeichnen der Nachrichten seien bereits in weiten Teilen West Papuas installiert worden.
Ähnliche SMS Nachrichten über eine biologische Kriegsführung durch
das indonesische Militär, wie die Verbreitung von Krankheiten und
vergiftetet Lebensmittel, seien bereits vorher verschickt worden.
Hintergrund „Detachment 88“: Die Spezialeinheit der Polizei „Detachment 88“ ist eine 400 Mann starke Anti Terror Einheit der Polizei, die nach den Bombenanschlägen auf Bali 2002 gegründet und von Singapore, den USA und Australien unterstützt und ausgebildet wurde. Deren Mitglieder wurden aus den Reihen der paramilitärischen Brimob Brigaden rekrutiert. Die Gründung und Operationen von „Detachment 88“ wurden 2006 von der konservativen Heritage Foundation aus den USA als eine bilaterale Erfolgsgeschichte zwischen Indonesien und den USA gelobt. Die Mitglieder seien laut Aussagen der Heritage Foundation von der Botschaft der USA angehalten worden die Menschenrechte zu achten. Indonesische Quellen berichteten indes, dass „Detachment 88“ bei seinem Kampf gegen den Terror zahlreiche Menschen unrechtmäßig verhaftet und Menschenrechtsverletzungen begangen hat. |
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