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Neue Provinzen in West Papua Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 19. Februar 2008
Das Repräsentantenhaus gab an Jan. 22, 2008 ca. 21 Gesetzentwürfe zur Kreation von 21 neuen Regionen in Indonesien, einschließlich der Anordnung von vier neuen Provinzen in Papua heraus. Die neuen Provinzen schließen Südpapua, zentral Papua, Südwest Papua und Westpapua mit ein. Im Dezember 2007 gab das Haus auch Gesetzentwürfe über die Anordnung von neuen Regierungsbezirken, einschließlich sechs neuen Regierungsbezirken in der Papua Provinz heraus. Obwohl das Recht des Hauses, die Initiative zu ergreifen, um neue Gesetzentwürfe vorzuschlagen respektiert wird, sollte die Frage sein: Wer wird von der Kreation der neuen vier Provinzen in Papua profitieren? Werden die vier neuen Provinzen um der indigenen Papuans willen hergestellt? Geschieht die Kreation der neuen Provinzen, um Probleme in Papua anzugehen?

Die Wirklichkeit in Papua sieht so aus, dass ca. 1.5 bis 2 Million indigene Papuans nicht in der Lage gewesen sind, die vorhandenen Jobs zu erfüllen, die durch neu erstellte Regierungsbezirke erschafft werden. Es mangelt an talentierten Leuten wegen der geringen Qualität der Ausbildung in Papua und viele Jobs sind in allen Regierungsbezirken über ganz Papua verteilt frei. Um Regierungsarbeiten auszuführen, beschäftigt die lokale Regierung Nicht-Papuans die anderswo aus Indonesien kommen. Viele Migranten haben Vorrang in den Jobförderungen bekommen. So werden die Migranten jetzt administrativ qualifiziert, eine strategische Position in den Regierungsstellen in allen Regierungsbezirken zu besetzen. Mittlerweile sind viele Papuans die als Beamten im öffentlichen Dienst arbeiten nicht administrativ qualifiziert, um die Jobs zu besetzen. Es bedeutet, dass alle Jobs in den Regierungsstellen durch die Nicht-Papuans besetzt werden. In solch einer Situation entschied das Haus, vier neue Provinzen in Papua herzustellen.

Meine Frage ist dann: Für wen sind die neuen Provinzen hergestellt worden?

Es ist nicht für die indigenen Papuans. Die Nicht -Papuans, die aus anderen indonesischen Provinzen kommen, werden zweifellos die Jobs besetzen. Die Kreation der neuen Provinzen, bedeutet mehr Migranten die nach Papua kommen. Es verändert die Demographie Papuas. Die Zahl der Einwanderer wird sich sehr schnell erhöhen. Indigene Papuans werden als Minorität in ihrem eigenen Land stehen. Also werden neue Provinzen durch Jakarta hergestellt um die indigenen Papuans an den Rand zu drängen. Die Anordnung der neuen Provinzen hat nichts mit den Problemen in Papua zu tun. In Papua gibt es einen vertikalen Konflikt zwischen der indonesischen Regierung und dem indigenen Papuans. Es gibt auch horizontale Konflikte zwischen den Papua Stämmen sowie zwischen den Papuans und den Einwanderern.

Andere Probleme in Papua sind Armut, die illegale Holzfällung, Entwaldung, Klimazerstörung, geringe Qualität der Ausbildung und der Gesundheitsvorsorge, und die Verbreitung von HIV/AIDS. Das Haus sollte wissen, daß der Mangel an Provinzen nicht die Wurzel all dieser Probleme ist. Deshalb können diese Probleme nicht durch die Anordnung der neuen Provinzen beigelegt werden. Z.B. Die Armut der Papuans durch das Herstellen der neuen Provinzen beizulegen.

Wie es jetzt in den neu erstellten Regierungsbezirken geschieht, wird die Regierung eine große Menge Geld ausgeben, um neue Häuser und Büros zu errichten, neue Autos für die Beamten zu kaufen, und um die offizielle und nicht offizielle Reisen für Regierungsbeamte zu allen neuen Provinzen zu zahlen. Obwohl Jakarta 10 bis 20 neue Provinzen in der westlichen Hälfte der Insel von Neu-Guinea bildet, bleiben die Probleme in Papua offen. Die Kreation der neuen Provinzen ist nicht die korrekte Lösung zu den Problemen Papuas -- aber dient den Interessen Jakartas. Die Papuans wissen, dass die Probleme in Papua bereits im Gesetz Nr. 21/2001 für die spezielle Autonomie der Papua Provinz abgedeckt sind. Also die korrekte Weise die Probleme zu Adressieren der ist nicht indem man mehr
Provinzen herstellt, sondern indem das Autonomiegesetz konsequent implementiert wird. Papuans können sich nicht auf die Implementierung des Autonomie Gesetzes verlassen. Folglich bleibt nur eine Möglichkeit übrig -- nach neuen Lösungen zu den Problemen Papuas zu suchen. Und die neue Lösung sollte gemeinsam in einem echten Dialog zwischen der Regierung von Indonesien und dem Repräsentanten der indigenen Papuans, mit Hilfe einer dritten neutralen Partei als Vermittler entdeckt werden.

Übersetzung einer Nachricht, erhalten von: Tapol

The Jakarta Post, Freitag, 8. Februar, 2008, Neles Tebay, Abepura, Papua
(Der Verfasser ist ein Lektor an der „Fajar Timur School of Philosophy and Theology“ in Abepura, Papua.)

 
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