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Palmölinvestoren drängen über die letzte Grenze Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 19. November 2009
Ein neuer Bericht der „Environmental Investigation Agency“ (EIA) und der Telapak klagt Ölpalmeninvestoren in der indonesischen Hälfte Neuguineas an fragwürdige Geschäfte zu tätigen, die ortsansässige Gemeinschaften ausbeuten und wichtige Waldökosysteme in Gefahr bringen. Der Bericht „Up for Grabs“ warnt, dass fünf Millionen Hektar Land in Papua und West Papua von mächtigen Landwirtschaftsindustrieunternehmen ins Auge gefasst werden. Der Bericht beschuldigt die Investoren betrügerischer und irreführender Taktiken beim Abschluss von Landkäufen mit Einheimischen. Es werden Entwicklungsvorteile, wie verbessertes Transport-, Schul- und Wohnungswesen versprochen, die jedoch nicht eingelöst werden.



In einem Fall trafen Ermittler von EIA/Telapak einen 4 jährigen Jungen, Sohn eines ansässigen Landbesitzers, der gebeten wurde einen Vertrag zu unterzeichnen, der einem Plantagenunternehmen die Kontrolle des Landes jahrzehntelang sichern sollte.

ImageDie frischen Fruchtstände der Ölpalme werden zur Herstellung von Palmöl verwendet, ein Pflanzenöl, welches breite Verwendung in Nahrungsmitteln, Seifen, Kosmetika und Biotreibstoffen findet. „Up for Grabs“ setzt sich mit der Ölpalmenexpansion im indonesischen Teil Neu Guineas auseinander.

“Up for Grabs“ berichtet, dass Gemeinschaften Vereinbarungen unterzeichnen, bei denen ihr Land unter Marktwert gekauft wird - von 0,45 bis 1,50 US Dollar pro Hektar. Zum Vergleich: Ein Investor kann aus einem Hektar Ölpalmenplantage hunderte bis tausende Dollar herausholen, sobald sie nach 3 – 5 Jahren das Reifestadium erreicht hat.

EIA und Telepak benannten auch Firmen, die illegal Wald für Plantagen rodeten, bevor die nötigen Bewilligungen gesichert waren. Die Regierung war über diese Rodungen vollständig im Bilde. “Firmen betrügen Papuas um ihr Land, welches sie aufgrund leerer Versprechungen einer besseren Zukunft zugunsten von Palmplantagen aufgeben“, sagte Hapsoro von Telapak in einer Verlautbarung. „Dies alles geschieht mit Rückendeckung von der Regierung im Namen der Entwicklung.“

Der Bericht ruft zu einer Sperre für zukünftige Plantagengenehmigungen in Papua auf „bis strenge Sicherheitsmechanismen zur Unterstützung ortsansässiger Gemeinschaften und zum Schutz des Waldes umgesetzt sind.“

Ausführlicher Bericht als PDF download

 
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