| Politischer Aktivist sieht sich Todesdrohungen ausgesetzt |
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| Geschrieben von AI | |
| Donnerstag, 29. Oktober 2009 | |
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Yoab Syatfle, ein politischer Aktivist in der indonesischen Provinz West Papuas, hat wiederholt Todesdrohungen erhalten. Die Drohungen wurden per SMS auf sein Handy geschickt und sind offensichtlich auf seine politisch friedvollen Aktionen zurückzurühren. Sein Leben könnte in Gefahr sein. Am 26. Oktober empfing Yoab Syatfle sechs anonyme SMS Nachrichten, in denen er bedroht wurde verschleppt und getötet zu werden, wenn er sein Haus verlassen würde. Eine von ihnen warnte: „Du bist einer der Leute nach denen wir suchen, wir erinnern uns an dich. Wenn du dein Haus noch einmal verlässt, wirst du getötet werden.” Es sieht so aus als wäre Yoab Syatfle ins Visier genommen worden, weil er ein prominenter friedlicher politischer Aktivist in Papua ist. Er ist der Sekretär der Region Sorong im traditionellen Papua Rat (Papua Traditional Council/Dewan Adat Papua), der die einheimischen Gemeinschaften in Papua repräsentiert. Er ist auch Sekretär des Papua National Consensus Team, eine nicht gewalttätige Gruppe, die sich für eine friedliche, international vermittelte Lösung für die Probleme in Papua einsetzt. Äußerungs-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind durch die indonesische Verfassung und das internationale Abkommen über politische und zivile Rechte (ICCPR), bei dem Indonesien Mitglied ist, garantiert. Trotzdem werden Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen in Papua schikaniert und eingeschüchtert wegen ihrer Arbeit, und viele friedliche politische Aktivisten, die für die Unabhängigkeit Papuas sind, wurden verhaftet und zu langen Freiheitsstrafen verurteilt. BITTE SCHREIBEN SIE DRINGEND in indonesisch, englisch oder Ihrer eigenen Sprache und bitten Sie die Behörden, sofort Handlungen zur Sicherheit von Yoab Syatfle durchzuführen, in Übereinstimmung mit seinen Wünschen. Rufen Sie zu einer sofortigen, effektiven und objektiven Untersuchung der Drohungen auf, die er erhalten hat, und dass die Ergebnisse veröffentlicht werden und die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden sollen. Bitten Sie die Behörden, sicherzustellen, dass die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Papua aufrechterhalten werden und dass lokale und internationale Journalisten, Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen und Verteidiger der Menschenrechte vollen, unbehinderten Zugang zu den Menschen in der Provinz haben. Rufen Sie die Behörden dazu auf, sicherzustellen, dass alle Mitglieder der Polizei und des Militärs mit der legitimen Rolle der Menschenrechtverteidiger vertraut gemacht werden und mit ihrer Verantwortung, diese zu schützen, wie in der UN Deklaration zu Menschenrechtsverteidigern festgeschrieben. BITTE SENDEN SIE AUFRUFE BIS ZUM 9. DEZEMBER AN: National Head of Police (Kapolri) General Bambang* *Hendarso* *Danuri* * Jl. Trunojoyo No. 3 Jakarta Selatan, Indonesia Fax: + 62 21 7202142 Anrede: Dear Kapolri Regional Police Chief (Kapolda) Inspektur Jenderal Bagus Ekodanto Jayapura, Papua, Indonesia Fax: +62 967 533763 Anrede: Dear Kapolda Und auch Kopien an: Chairperson National Human Rights Commission (Komnas HAM) Ifdhal Kasim Jl Latuharhary No4 Menteng Jakarta Pusat 10310 Indonesia Fax: +62 21 39 25 227 Bitte schicken Sie auch Kopien an diplomatische Repräsentanten Indonesiens, die in Ihrem Land bevollmächtigt sind. Bitte fragen Sie bei dem für Sie zuständigen Büro nach, wenn sie Aufrufe nach dem oben genannten Datum verschicken wollen. Zusatzinformation: Es gibt eine aktive, friedliche Unabhängigkeitsbewegung in Papua, und die indonesischen Sicherheitskräfte haben phasenweise mit übertriebener Gewalt darauf geantwortet, einschließlich außergerichtlicher Hinrichtungen, Folter und willkürlicher Festnahmen. Amnesty International bezieht keine Position hinsichtlich der Unabhängigkeit oder Autonomie Papuas oder jeder anderen Region, aber setzt sich ein für international wahrgenommene Menschenrechte, die von jedem respektiert und für jeden geschützt werden sollen. Das Papua National Consensus Team wurde im April 2009 gegründet, um Übereinstimmung mit Papua zu suchen und eine friedliche politische Lösung für die anhaltenden Probleme in der Region zu finden. Unter anderem setzt sich das Team bei der indonesischen Regierung dafür ein, internationalen und nationalen Überwachungen ungehinderten Zugang nach Papua zu gewähren, alle politischen Häftlinge freizulassen, vergangene Zuwiderhandlungen gegen die Menschenrechte zu untersuchen und ruft die UN und andere Länder dazu auf, eine international vermittelte Lösung für die anhaltenden politischen Probleme in Papua zu unterstützen, einschließlich durch eine kritische Betrachtung des durch die UN beaufsichtigten Referendums, bekannt als der “Act of Free Choice“ (Akt der freien Wahl), welcher 1969 stattfand um zu entscheiden ob Papua unter indonesischer Herrschaft bleiben würde. Yoab Syatfle ist ein friedlicher politischer Aktivist, der an internationalen Treffen von Einheimischen teilgenommen hat um dort die Verletzungen von Menschenrechten in Papua hervorzuheben. UA: 289/09 Index: ASA 21/017/2009 Issue Date: 28 October 2009 |
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