| Protestaktion: Politische Gefangene (Buchtar Tabuni u.a.) misshandelt |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Donnerstag, 29. Januar 2009 | |
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Am Dienstag (20. Januar 2009) kam Buchtar Tabuni und Sebby Samboms
Anwalt, Herr Iwan Niode, um Buchtar und Sebby zu aufzusuchen. Aber es
wurde Anwalt Iwan Niode nicht gestattet sie in ihrer Zelle zu sehen.
Herr Tabuni und Herr Sambom waren enttäuscht und fühlten sich auf ihr
Recht, Gespräche mit ihrem Anwalt zu führen, beschnitten. Beide, Sebby
und Buchtar, haben alle Menschenrechtsaktivisten und andere Mitglieder
der Weltbevölkerung um Hilfe bei ihrer Befreiung aus dem
Gefangenenlager der Papua Regionalpolizei ersucht. Es folgt ein
Interview mit Sebby Sambom vom 18. Januar 2009, dass mit einem
Mobiltelefon geführt worden ist. Heute am 29. Januar erreichte uns die Nachricht, dass Buchtar Tabuni gegen 16 Uhr von dem Gefängnisoffizier Adrianus schwer misshandelt und gefoltert worden ist. Der Grund: ein Mobiltelefon wurde bei Buchtar gefunden. Protestaktion am Ende des Berichtes! Free West Papua Campaign (FWPC): Können Sie uns sagen was mit Ihnen im Gefängnis geschehen ist? Sebby: Am 15. Januar hatten wir seit dem Morgen kein Wasser. Also fragten wir nach Wasser, aber die Gefängnisaufseher gaben uns kein Wasser. So hatten wir bis in die Nacht hinein kein Wasser. In der Nacht fragten wir erneut nach Wasser, aber die Polizei sagte uns es sei kein Wasser da; ihr müsst einfach bis morgen warten. Aber am nächsten Morgen war keinerlei Wasser da. Diese Situation zog sich bis zum 17. Januar hin. Die Regionalpolizei gab uns kein Trinkwasser. Sie gaben mir abgepacktes Essen vom Tag meiner Verhaftung an bis jetzt, aber ich verweigerte das Gefängnisessen, da die Qualität schlecht war. Zusätzlich habe ich im meiner 1-monatigen Haftzeit in diesem Gefängnis noch andere Dinge beobachtet. Erstens: Das Essen, welches die Polizei uns gab, war ohne Trinkwasser. Zweitens: Die Besuchszeit für Familie und Freunde ist täglich von 9 bis 14 Uhr. Die für das Gefängnis zuständigen Polizeibeamten sind jedoch während dieser Zeit immer vom Gefängnis abwesend und kommen erst zurück, wenn die Besuchszeit zu Ende ist. Deshalb können Familienmitglieder uns nicht besuchen, um uns Essen und Trinken mitzubringen. Drittens: Bis gestern (dem 17. Januar) bekamen wir kein Wasser und es war keine Wache in der Nähe, also riefen wir laut „Hey Polizei, gebt uns Wasser!“ Weil wir laut riefen waren die Polizisten verärgert. Sie mochten die Art unseres Rufens nicht. Wir sagten, dass uns als Gefangene grundlegende Rechte auf Befriedigung anderer Grundbedürfnisse wie Wasser zuständen. Die Polizisten wurden wütend. Sie öffneten die Tür, kamen herein und begannen Buchtar Tabuni gegen die Brust zu stoßen. Die Polizei stieß Buchtar zwei Mal. Dann kam die Wachablösung. Die nächsten Diensthabenden waren der Beamte Siagain und ein weiterer. Sie kamen mit zwei schweren Schlagstöcken und schwangen sie, um uns zu bedrohen. Als der Beamte Siagian in die Zelle kam stieß er Buchar so hart, dass Buchtar gegen uns fiel. FWPC: Hat Siagian Buchtar geschlagen oder nicht? Sebby: Ja, er hat Buchar gegen die Brust geschlagen. FWPC: Wie lautet Siagians Vorname? Sebby: Er beginnt mit B und sein Familienname ist Siagian. FWPC: Was ist sein Rang? Sebby: Sein Rang (in Indonesischer Terminologie) ist BRIPTU. Also BRIPTU B. Siagian. Sebby: Er stieß Buchtar, so dass Buchtar auf mich fiel. Der andere Polizeibeamte schwang weiterhin seinen Schlagstock um uns zu bedrohen. Dieser Polizeibeamte sprach auch in beleidigenden Worten zu uns. Er sagte: „Ihr seid dreckig wie Tiere, wie Schweine.“ Ich kann mich nicht an seinen Namen erinnern, aber er kam mit dem Beamten Siagian. Sie sagten zu Buchtar: „Du solltest dich nicht duschen, weil Du auf einer Stufe mit den Tieren stehst.“ Die zwei Beamten zeigten mit ihren Schlagstöcken auch auf mich und sagten: “Du auch, du bist genauso.“ Ich war einfach still. Buchtar jedoch sprach die Polizisten an: “Ihr sagt, wir hätten unrecht. Aber was wir fordern ist unser grundlegendstes Recht, und das ist Wasser. Wasser ist unser grundlegendstes Bedürfnis. Wir brauchen es jeden Tag.“ Bevor die Polizeibeamten uns verließen, sagten sie: “Wenn ihr noch mal so wie eben schreit, dann werden wir zurückkommen und euch Foltern.“ 1. Beide, Buchtar Tabuni und Sebby Sambom werden im Gefangenenlager der Papua Regionalpolizei in Jayapura festgehalten. Seit der Festnahme befindet Herr Tabuni 52 Tage im Gefangenenlager und Herr Sambom Sambo38 Tage. Beide wurden noch nicht offiziell Angeklagt. 2. Herr Buchtar Tabuni ist ein Menschenrechtsaktivist und Leiter der Studentenverbindung des Zentralhochlandes in Papua. Am 16. Oktober 2008 organisierte Herr Tabuni eine friedliche Demonstration in Papua zur Unerstützung der Internationalen Parlamentarier für West Papua in London. 3. Herr Sebby Sambom ist ein Menschenrechtsaktivist und Mitglied des Komitees der Internationalen Parlamentarier für West Papua in Papua. Er ist seitdem ein bekennender Unterstützer des Ringens der Papuas um Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. 4. Buchtar Tabuni wurde am Mittwoch, dem 3.Dezember 2008 um 11:45 Uhr morgens verhaftet und von seinem Haus in BTN Purwodadi Sentani Timur im Jayapura Regierungsbezirk abgeführt. 5. Seblom Sambom wurde um ca. 11:30 Uhr am 17. Dezember 2008 in Sentani – Jayapura im Theys Eluay Gedenkpark festgenommen. Bei seiner Verhaftung hatte Sambom gerade eine Pressekonferenz beendet, die durchgeführt worden war um zur Freilassung Buchtar Tabunis aufzurufen. Die ihn festnehmenden Polizisten, die „Papuan Police Criminal Investigation Division (CID)“ hatten ihn in Gewahrsam genommen ohne einen Haftbefehl vorzuzeigen. Ihm wird jetzt Subversion in Verbindung mit der Protestaktion vom16. Oktober 2008 vorgeworfen wurde. Beteiligen Sie sich bitte an unsere Protestaktion zur sofortigen Freilassung der Beiden! |
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