Menu Content/Inhalt
Verantwortung für den Mord an Kelly Kwalik Drucken E-Mail
Geschrieben von FdN   
Montag, 15. März 2010
Auf einer Pressekonferenz am 1. März 2010 in Jayapura forderte das Nationale Komitee für West Papua (KNPB) die indonesische Regierung auf die Verantwortung für den Mord an Kelly Kwalik, dem Kommandanten von TPN/OPM, zu übernehmen. Diese Forderung bezüglich des Mordes an Kelly Kwalik stellten bereits am 16. Dezember 2009 hunderte Papuas in Gorong-Gorong in der Region Mimika. In der Erklärung der KNPB für die Mimika Region, stellte der Vorsitzende Romario Yatipai folgende Forderungen: Er rief zur Schließung der Freeport Mine auf, lehnte einen Dialog ab und forderte die indonesische Regierung auf die Verantwortung für die Ermordung von Kelly Kwalik zu übernehmen. Er sagte, dass West Papua seit der Integration in den indonesischen Staat durch das Militär unterdrückt würde, was zu ständigen Spannungen, Verbrechen und systematischen Menschenrechtsverletzungen führe. Das Militär schütze die kapitalistischen Interessen, sie wenden Gewalt an und schüren Konflikte.


Das führte auch zu dem Mord an Kelly Kwalik durch die indonesische Antiterror-Einheit Densus 88 am 16. Dezember 2009. Die Missachtung der demokratischen Kanäle, die Festnahme und Inhaftierung von Studenten, Schüsse auf Zivilisten, die Bildung von Rot-Weißen Militäreinheiten, all dies hält keine Lösung für die grundlegenden Probleme der Papuas bereit, die dadurch nur noch unter mehr Gewalt und Blutvergießen leiden. 

Romario Yatipai sagte, dass auch die Medien dabei eine Rolle spielen und durch die Verbreitung von Propaganda weitere vertikale und horizontale Konflikte in Papua auslösen. Er stellte ebenso die Verbindung zu den jüngsten Vorfällen im Freeport Gebiet her, auf die hin noch nichts unternommen worden ist. All dies macht für die Regierung in Jakarta den Weg frei, das Militär weiter zu benutzen und noch weitere militärische Befehlseinheiten (kodam) zu bilden.

Seine Erklärung endete mit den folgenden Forderungen:




1. Abhalten eines neuen Referendums um den Konflikt in Papua umfassend und mit Würde zu lösen.

2. Die indonesische Regierung soll die Verantwortung für den Mord an General Kelly Kwalik übernehmen und die fortwährenden Menschenrechtsverletzungen in Papua beenden.

3. Wir Papuas lehnen strikt den Papua–Jakarta Dialog ab.

4. Wir Papuas fordern eine sofortige Schließung von Freeport.

5. Alle einheimischen und nicht-einheimischen Militäreinheiten sowie die Antiterror-Einheit Densus 88 sollen komplett aus Papua abgezogen werden.

 
< zurück   weiter >