| West Papua Flüchtlinge in PNG bedroht |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Freitag, 1. Juni 2007 | |
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Der Repräsentant des West Papua Büros in Vanuatu, Dr. Otto Ondawame,
hat sich besorgt über einen kürzlich erfolgten Zwischenfall in Port
Moresby geäußert. Berichte besagen, dass die Regierung von Papua
Neuguinea angeblich zusammen mit der indonesischen Botschaft sowie
einer Pro-Special-Autonomy-Gruppe, angeführt von France Albert Yoku,
versucht haben sollen, West Papua Flüchtlinge im 9-Mile
Flüchtlingslager nach West Papua zurück zu führen. Dr. Ondawame sagte, dass die Aktion gegen die West Papua Flüchtlinge gegen deren Willen durchgeführt worden war. „Das ist ein Verbrechen gegen fundamentale Menschenrechte und Internationales Recht. Man kann Menschen nicht gegen deren Willen vertreiben. Sie leben seit mehr als 20 Jahren dort. Warum schweigt UNHCR zu diesen Ereignissen?“, richtet Dr. Otto Ondawame den Vorwurf an das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen. Das West Papua Büro in Vanuatu gab bekannt, dass die mehr als 200 politischen Flüchtlinge aus West Papua, welche im 9-Mile Flüchtlingslager in Port Moresby leben, die geplante Deportation als unangekündigt bezeichnet haben. Die Flüchtlinge forderten die von offizieller indonesischer Seite, Kopassus Militär sowie der Polizei von Papua Neuguinea angerückten Behörden auf das Lager zu verlassen. Der Sekretär des 9-Mile Flüchtlingslagers, Samuel Imggamer, erklärte in einem Statement gegenüber dem West Papua Büro in Vanuatu: „Die Indonesier kamen ohne Erlaubnis oder Warnung und machten Fotos von dem Camp und den Menschen. Die Fahrzeuge hatten diplomatische Kennzeichen der indonesischen Botschaft. Zwei von ihnen waren Mitglieder von Kopassus in ziviler Kleidung.“ Ms. Wallaya Pura, vom UNHCR Büro in Port Moresby sagte, „das sie Bescheid wusste über die indonesischen Bemühungen im Einvernehmen mit der Regierung Papua Neuguineas, die Flüchtlinge zurück zu bringen. Gegenüber dem unangekündigten Besuch der indonesischen Delegation im 9-Mile Flüchtlingslager sagte sie jedoch, sie sollten noch nicht einmal darüber nachdenken, dorthin zu gehen.“ Laut dem West Papua Büro in Vanuatu haben die Flüchtlinge des 9-Mile Camps die Delegation hinaus geworfen und zwei Fahrzeuge beschädigt. Eine der Flüchtlinge, Frau Martha Bonggoibo, spuckte einem der indonesischen Offiziellen ins Gesicht und sagte der begleitenden PNG Polizei: „Ihr solltet wissen, dass diese Leute unsere Feinde sind.“ „Wir sind die Feinde Indonesiens und wir können eine indonesische Delegation nicht akzeptieren“, sagte Samuel Imggamer. „Niemand fragte um eine Erlaubnis und als sie kamen, saßen sie in ihren Autos mit laufenden Motoren. Auf uns alle ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Als Beispiel: Auf General Simon Imbiri (ein alter TPN/OPM Freiheitskämpfer und Veteran) sind 19.000 US Dollar Kopfgeld ausgesetzt und deswegen kann er nicht nach West Papua zurück. Und, dass nur aus einem Grund: um ein Ende der Forderungen der Papuas für ihre Unabhängigkeit gegenüber Indonesien herbei zu führen.“ Eine Woche nach dem Vorfall erhielt die Gemeinschaft des Flüchtlingslagers 9-Mile erneut eine Nachricht, dass sie von dem Land vertrieben werden sollen auf dem sie seit über 20 Jahren leben. Vanuatu DAILY POST |
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