| Zustand der Gefangenen in Manokwari kritisch |
|
|
| Geschrieben von Administrator | |
| Mittwoch, 24. September 2008 | |
|
Ein Team Rechtsanwälte vom LP3BH führte eine Untersuchung durch, nachdem sie Informationen über die Gesundheit von Gefangenen erhalten hatten, die im Manokwari Gefängnis einsitzen. Um 21.00 h am Abend des 18. Sept. musste sich Marthinus Luther Koromath (der einer Anklage der Staatsgefährdung durch Flaggehissen entgegensieht) übergeben und wurde ohnmächtig. Seine beiden Zellengenossen, Jack Wanggai und Eli Melek Obeth Kayway fingen an zu rufen, um die Aufmerksamkeit des Diensthabenden Beamten zu erregen und Hilfe für die Gefangenen zu bekommen. Sie riefen und schrieen lange Zeit bevor jemand kam und die Zellentür öffnete. Zur selben Zeit begannen die Gefangenen in den benachbarten Zellen ebenfalls zu rufen, und wollten, dass ihre Zellentüren geöffnet wurden, um nach ihrem Mitgefangenen zu sehen und dafür zu sorgen, dass er ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht würde. Als ein Gefängniswärter kam, sagte er, er könne nur in Übereinstimmung mit den Gerichtsbeamten, dem Klägerbüro und dem Rechtsanwalt des Gefangenen handeln. Dies führte zu wütenden Auseinandersetzungen zwischen den Gefangenen und den Beamten, von denen einer seinen Tisch und Stuhl zerschlug. Inzwischen, um ca. 21.00 h, erhielt der Anwalt des Gefangenen, Jan Christian Warinussy, einen Anruf vom Gefängnis, und wurde gebeten zu kommen und die Gefangenen zu beruhigen. Als er ca. 21.30 h im Gefängnis ankam, fand der die Gefängnisangestellten damit beschäftigt, den Boden des Beobachtungsturms des Gefängnisses von Zigarettenasche zu säubern. Der Gefängnisvorsteher entschuldigte sich dafür, was geschehen war und bat den Anwalt mit den Gefangenen Jack Wanggai und Frans Kareth zu sprechen. Eine halbe Stunde später erreichte Warinussy die Intensivstation des Krankenhauses und fand Marthinus Luther Koromath in einem sehr schwachen Zustand vor. Er hatte Glukoseinfusionen vom Dienst habenden Arzt erhalten. Er bat dann darum, den Gefangenen auf die Intensivstation des Dahlia Krankenhauses in Manokwari zu bringen. Der Gefangene klagte über große Schmerzen im Bereich („Pakong“) seines Körpers bis runter zum rechten Oberschenkel. Er hatte Schwierigkeiten beim Atmen und hohes Fieber. Nachdem er entsprechende Medikamente bekommen hatte schlief er ein. Eine Stunde später kamen Freunde und Verwandte, um nach ihm zu sehen und für seine Gesundheit zu beten. Der Rechtsanwalt besuchte den Gefangenen am nächsten Morgen. Seine Eltern waren dort und berichteten, er habe essen können und noch eine Infusion bekommen. |
| < zurück | weiter > |
|---|







