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Weitere Informationen über Besiedelung, Organisation, Kultur und Reproduktion.

Begriff, Geografie, Klima, Flora und Fauna Drucken E-Mail
Einleitend sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es für Neuguinea heute verschiedene Insel- bzw. Inselteilbezeichnungen gibt, die aus der alten wie auch jungen Geschichte dieser Erdregion resultieren. Während die gesamte Insel im Allgemeinen unter dem Namen Neuguinea bzw. New Guinea bekannt ist, stellt der Ostteil seit 1975 den unabhängigen Staat Papua New Guinea dar. Papua ist das portugiesische Wort für kraushaarige Menschen; Guinea hingegen korrespondiert mit der Ähnlichkeit der Einheimischen zur afrikanischen Bevölkerung.
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Besiedlung und kulturelle Vielfalt Drucken E-Mail
Negroide Menschen, aus dem melanesischen und austronesischen Raum kommend, besiedelten als erste paläolithische Jäger- und Sammlergruppen Schätzungen zufolge vor ungefähr 50.000 Jahren im Zuge der Würmeiszeit die Insel. Es spricht einiges dafür, dass während dieser Eiszeit der Meeresspiegel in dieser Erdregion etwa 130 Meter tiefer lag und die flachen Meeressenken um Neuguinea trocken lagen. Über diese Landbrücken zwischen Neuguinea, den Sundainseln bzw. Molukken erreichten die ersten Menschengruppen die Insel.
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Sozio-strukturelle Organisation der Papuas Drucken E-Mail
Das durch die verschiedenen Klimate begründete unterschiedliche biologische Geschehen auf der Insel hat eine entscheidende Lenkwirkung auf die Lebensweise der Papua entfaltet. Neben der ökonomischen bzw. genetischen Anpassung an ihren Lebensraum, der sogenannten biologischen Evolution, wie Körpergröße und Stoffwechsel, entwickelten die spezifischen Papuagemeinschaften im Zuge der kulturellen Evolution ein ebenso ausgeprägtes soziales Verhalten. Wie im überwiegenden Teil des melanesischen Kulturraumes hat sich auch für die Papua ein Leben in Familien-, Klan-, und Stammesverbänden ohne den Zwang einer übergeordneten und institutionalisierten anonymen Hierarchiegesellschaft als die für sie sozial zweckmäßigste und ökologisch sinnvollste Lebensform erwiesen.
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Diskurs Reproduktionsmerkmale Drucken E-Mail
Die folgenden Ausführungen betrachten sowohl den Ist-Zustand der traditionellen Lebensorganisation und Reproduktion der Papua wie auch die moderne, ihnen angedachte Alternative unter praktischen und theoretischen sozio-ökonomischen Gesichtspunkten. Eine tiefere Verflechtung, insbesondere zu den sozialen Komponenten und Rahmenbedingungen, ist dabei unabdingbar. Jede einzelne Papuakultur ist insbesondere durch ihren Lebensraum geprägt, der den Menschen unterschiedliche Faktoren zur Reproduktion zur Verfügung stellt. Durch die Besetzung verschiedener ökologischer Nischen im Naturgefüge der Insel entwickelten sich im Laufe der Jahrtausende viele unterschiedliche Kulturen, die sich optimal in ihre Umgebung eingefügt haben.
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Diskurs Kulturbetrachtung Drucken E-Mail
Das folgende Kapitel erhebt keinesfalls den Anspruch einer alles umfassenden, anthropologischen Dokumentation. Die Ausführungen sollen dennoch imstande sein einen ausreichenden Eindruck zu vermitteln, welch kultureller Reichtum auf der Insel herrscht und was für ein tiefer gehendes Verständnis von Nöten ist, die vielfältigen Kulturen als historisch gewachsene Strukturen anzuerkennen, vor allem aber als traditionelle Einheit zu betrachten. Diese Schnittstelle ist unabdingbar, um die Ursachen des West-Papua-Konflikts im demografischen Kontext zu erhellen und die Ausgangssituation der Urbevölkerung geschichtlich und kulturell erfassen zu können.
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